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Dienstag, 9. Juni 2009

Evangelion Pachinko (エヴァンゲリオンパチンコ)

Dass Evangelion in Japan dauerhaft seit den Neunziger Jahren hoch im Kurs steht, erkennt man auch an und in den Pachinko-Hallen. Dort ist immmer irgendeine Aktion oder Machine mit Evangelion-Bezug am Start. Es gehört wohl zum guten Ton immer ein Evangelion-Poster aushängen zu haben.
Hier Anfang April liefen sogar zwei Angestellte der Kette GAIA in Shinjuku in EVA-Piloten-Anzügen herum und verteilten Flyer.






Wer jetzt gar nichts damit anfangen kann: hier die gezeichneten Originale Asuka Langley Sōryū (惣流・アスカ・ラングレー) und Rei Ayanami (綾波 レイ):

Montag, 9. März 2009

Kappa (河童)

Ein Kappa(河童), oder auch Kawatarō (川太郎) oder Kawako (川子) genannt, ist der bekannteste Yōkai(妖怪), einer der Wassergötter Suijin (水神). Ähnlich einer Kreuzung zwischen Frosch und Schildkröte lebt er in Flüssen und Seen. Er ist meist ca. 130 cm gross, grün, mit Schwimmhäuten zwischen den Fingern, einen Schildkrötenpanzer auf dem Rücken, einen helle haarlose Delle auf dem Kopf, umringt von einem Haarkranz und einen meist gelblichen Schnabel.

Wiki: "[Der Kappa]...transportiert in einer Delle auf dem Kopf Wasser oder eine wasserähnliche Flüssigkeit, aus der es seine magischen Kräfte bezieht. Ein Kappa verbringt sein ganzes Leben im selben Gewässer und zeigt in der Regel ein großes Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl gegenüber den untergeordneten Bewohnern seines Reiches, wie Fischen und Pflanzen."

Der Kappa soll sehr launisch sein und gerne Streiche spielen. Besonders üble gelaunte Vertreter der Gattung sollen sogar Menschen ins Gewässer ziehen und ertränken und ihnen Blut und Eingeweide durch den Anus aus (kein Witz!).

An Land allerdings fällt seine Dummheit auf. Wenn man einen Kappa an Land antrifft, verbeugt man sich am Besten. Aus Höflichkeit ist er gezwungen, sich auch zu verbeugen. Dabei verschüttet er dabei die magischen Flüssigkeit aus der Kopfdelle, von der er seine Kräfte bezieht. Daher muss er direkt zurück ins Wasser. Wie praktisch!

Auf dem Land gelten Kappas als Schutzgeister, wegen seines launischen Gemüts werden ihm reichlich Opfergaben dargebracht, meist sein Lieblings-Essen Gurken.

WIKI: "Wenn Japaner solche in ein von Kappa bewohntes Gewässer werfen, nachdem sie ihren Familiennamen in die Schale eingeritzt haben, versprechen sie sich dadurch Schutz vor ihren Attacken. Dieser Brauch ist vor allem unter Süßwasserfischern üblich, da deren Eingriffe in das vom Kappa bewachte Ökosystem eine Basis für eine Antipathie darstellen."

Obwohl er nach dieser kurzen Zusammenfassung eher negativ belegt sein sollte, gilt der Kappa in Japan als Sympathieträger für Kinder unter den Yokai. Was nicht verhindert, das an gefährlichen Ufern die Hinweisschilder die Kinder vor bösen Kappas warnen, damit sie vom Wasser fernbleiben.


Oder völlig konträr dazu auf Schildern, die für die Sauberkeit des Flußes eintreten:



Positive Seiten des Kappas sind seine Neugierde und Hilfbereitschaft (wenn er gute Laune hat!). Er versteht japanisch und kann meist auch ein wenig Sprechen. Wenn man von Kappa einem Versprechen bekommt, wird das immer erfüllt, die Ehre eines Kappas verbieten es ihm, ein Versprechen zu brechen. Andere wiederrum lieben es, mit Menschen Sumo-Wettkämpfe auszutragen.

Hier ein Kappa-Gullideckel:


Auch als Cosplay anzutreffen:


Oder als Spielplatz:


In der Edo-Zeit (1603 bis 1867) hat es der Kappa es sogar in wissenschaftliche Werke geschafft. Das Suikokouryaku(1820) enthält eine Vielzahl von Zeichnungen, die die unterschiedlichen Kappa-Unterarten beschreiben:



Es gibt sogar ein mit Gurke gefülltes Sushi genannt Kappamaki(河童巻き). Ob allerdings ein solches jemals von einem Kappa gegessen wurde, ist nicht historisch verbürgt.

Eine sehr gute und ausführliche Abhandlung über den Kappa gibts unten hinter dem Link zur "Japanese Buddhist Statuary".


Quellen:
WIKI: Kappa
Japanese Buddhist Statuary: KAPPA -- River Imp or Sprite
PINKTENTACLE: Monster Mummies of Japan (auch Kappa-Mumien!)
PINKTENTACLE: Edo Period Kappa Sketches

Montag, 2. März 2009

Matsuyamachi Samurai (松屋町の武士) -3-

Einige Minuten später, als ich den Umzug schon als erledigt verbucht hatte und in einem der Geschäfte Rüstungen besichtigt habe, kam der Trupp vor diesem Laden aufmarschiert. Daher hier nochmals ein Set Fotos aus der Perspektive des Geschäfts:

Der Ladenbesitzer wird herausgerufen, am rechten Rand wohl ein Interview der Presse.

Ein wenig auf den Knien um die Ehre zu erweisen.

Der Köcher ist gut bestückt mit Qualitäts-Pfeilen. Ich habe nichts anderes erwartet.

Am Ende reicht die Dame in Blau die Urkunde an den Laden weiter.

Ein Streit? Oder Teil des Programms?

Auf Kachelboden knien hätte man sich 1600 auch noch nicht träumen lassen.

Ein Lächeln in die Runde, immerhin wird geknippst.

Hmm, immer wenn wir kurz stehen bleiben kommen die Kameras....

Matsuyamachi Samurai (松屋町の武士) -2-

Im März wird jedes Jahr in Matsuyamachi(松屋町) ein kleiner Umzug veranstaltet. Die Angestellten dieser Läden schmeissen sich in die historischen Uniformen und machen einen Rundgang durchs Viertel und halten vor jeden dieser Spezial-Geschäfte an und verleihen dem Besitzer für seine treuen Dienste eine Urkunde. (Zumindest sah und klang es mir mich so.)

Gerade passend zum Anfang war ich vor Ort und hörte schon von weitem die Krieger aufmaschieren.

Trotzdem wurde sich an die Verkehrsregeln des 21. Jahrhundert gehalten, vielleicht weil auch das Fernsehen anwesend war und jeder der Krieger für eingeweihte eindeutig an der Uniform identifizierbar ist.

Da sie keine Kammellen schmeissen mussten, konnte der Zug ohne Verzögerung zum nächsten Ladengeschäft weitermarschieren.

Dort wurde eine kleine Szene aufgeführt, eine Mischung aus Karl May Festspiel, Cosplay und historischem Japanisch. Mit bebender Stimme wurde niedergekniet und der Anlass erklärt.

Die historische Genauigkeit machte allerdings Halt vor der Brille. Der Schnäuzer lenkt aber die meisten Blicke erfolgreich ab.

Natürlich gabs lauten Applaus zum Abschluss, man ist ja immerhin im Fernsehen.

Und auf gehts zum nächsten Geschäft, auf zu Toyota!


Hier ein kurzer Video-Eindruck des Ganzen:

Matsuyamatchi (松屋町) -1-

[Da er hier schon ewig zum Überarbeiten rumliegt, jetzt aber mal endlich ran, sonst ist echt schon ein Jahr rum. Also hier der Bericht aus 2008, Version 2]

Bei meinen Reisevorbereitungen habe ich es ja noch für eine Art Festival gehalten, aber es war eher eine Art schulterklopfendes Lob für die gute Arbeit.
Im Stadtteil Chūō-ku (中央区) in Osaka, zu Fuss erreichbar vom Schloss liegt die Matsuyamatchi Shopping Street(松屋町筋商店街).

In Matsuyamatchi(松屋町) reiht sich ein Geschäft fuer Samurai-Figuren, Helme und Nachbauten historischer Rüstungen an das Nächste. Da im japanischen Mittelalter jeder Offizier anhand seiner Uniform, dem Helm und dem Banner persönlich identifizierbar war, gibt es nicht wenige unterschiedliche Rüstungen. Zumal die japanische Geschichte nicht arm an Kriegerhelden, berühmten Generälen und Shogunen ist.


Gerade die kriegerische Sengoku Ära der streitenden Reiche(戦国時代) hat da einiges aufzubieten und jeder, der einmal in einem japanischen Museum die Wandgemälde zu einzelnen Schlachten gesehen hat, weiss was ich meine.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Bannern und Uniformen ist nicht zu übersehen.


Quellen:
WIKI: Sengoku-Zeit

Dienstag, 27. Januar 2009

Mario Stagediving

Ob noch Cosplay oder schon Performing Art? Ob Kunst oder Schubbiduh? Wer weiss...

Hier jedenfalls Super Mario Land auf der Bühne:




QUELLE:
TOKYOMANGO: Marioland reenacted on Stage

Dienstag, 23. Dezember 2008

Insekten Cosplay mit Shoko Nakagawa (中川 翔子)

Jetzt ist es doch noch soweit mit diesem Blog gekommen, ein Post über ein Idol. was es allerdings mit diesem Zikaden-Cosplay auf sich haben soll, das weiss der Himmel!




Die Dame heisst Shoko Nakagawa(中川 翔子) und hat wohl einen an der Klatsche. Zumindest, wenn man seine Meinung nur nach den Bildern bildet. Sonst ist sie noch bekannt als Königin der Blogger, sie hat in Ihrem eigenen Blog im April 2005 600 Updates und am 28 Januar 2006 70 Updates an einem Tag.

Quellen:

PINKTENTACLE: Cicada Shell Cosplay
WIKI: Shoko Nakagawa

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Yakidate (焼きたて)

Yakidate (焼きたて) heisst frisch gebacken und könnte auch mit einem Kuchennamen verwechselt werden, wenn man nicht genau hinschaut. Zumindest hab ich es glaubbich geknippst, weil ich das dachte.


Viel bekannter ist das Wort eh, durch den Manga und Anime Yakitate!! Japan (焼きたて!! ジャぱん).


Hier die Cosplay-Version von SpookyElectric:
http://epii.info/anime/

Freitag, 31. Oktober 2008

Halloween

Pünktlich zu Halloween hat nun auch der Spiegel die verkleideten Yoyogi-Lolitas entdeckt.

Quelle im Spiegel: LOLITA-SZENE IN TOKIO: Jeden Sonntag Halloween

Was sich da am Wochenende im Yoyogi Park oder auch in Harajuku knubbelt, trifft man natürlich auch an den Wochentagen im ganz normalen Strassenbild. Allerdings nicht als extrovertiertes Selbstdarsteller-Sortiment, sondern als Alltags-Kleidung.
Die können ja nicht alle in einer Cosplay-Kneipe arbeiten.

Ich habe ab und an, wenn ich gerade die Kamera in der Hand hatte, mal draufgehalten.




Eine bessere Auswahl ergibt allerdings eine einfache Google-Bildersuche nach "harajuku"

Freitag, 1. August 2008

Sexy Idol

Tja, wohl ein von zur falschen Zeit am falschen Ort, aber zur Beruhigung war ich am 20. April 2008 ja schon wieder in Deutschland, also kein Fall von an-die-Stirn-klatschen wegen "haettste ich doch vorbeigehen koennen...".

Wenn ich den dazugehoerigen Text der Fundstelle Akiba-Blog mit Hilfe von Rikaichan und Google richtig verstehe, dann ist diese Dame das selbsternannte "Sexappeal-Idol" Asuka Sawamoto, die irgendwelche Live-Events (?!?) veranstaltet und in Akihabara, wo auch sonst, den Rock lupft.

Man ist sich nicht sicher, ob die Aktion von den Massenmedien gefakt war oder echt von der Dame ausging, auf jeden Fall wars angekuendigt. Soweit die japanische Quelle.

Aber ich haette es auch einfacher haben koennen, wie ich per Google gerade feststelle, haben sich die Massenmedien aehh Blogs drauf gestuerzt:
"Claimed by herself to be the most hated person in Akiba, Asuka Sawamoto (30 yrs old) was arrested in suspicion of violating a ‘prevention of nuisance law’. Sawamoto has appeared in Akiba since last year doing live performances and showing off her buttocks and crotch to gather a crowd before distributing flyers for her live events. She climbs up the railing and lifts up her leg during these photo-taking sessions, catering to the so-called low anglers, or cameraman who has a preference of taking pictures from a low angle. The police has a problem with her gathering a crowd around her and has warned her many times to no avail. Many bloggers including Akibablog’s Mr Geek suspects that Sawamoto was asked to show off her buttocks by the TV station and indeed the TV stations have caught ample footages of her, with the reporter and the commentators strongly condemning her actions. There were doubts as to whether the whole saga was staged for the mass media to paint Akiba in a bad light. Sawamoto has written on her blog that she was expecting to meet three TV stations implying that they are expecting her to stage another show."
Quelle http://beconfused.com/

Sonntag, 27. April 2008

Anime Fair Publikum

Aber auch die Besucher waren nicht ohne:





Und nach dem Fotographieren wird geknickst!