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Dienstag, 3. März 2009

Tetrapods (消波ブロック)

Japans Küsten sind besetzt. Und zwar von Tetrapoden.

So heissen diese tetraedirschen Beton-Gebilde, die an der Küste die Wellen brechen und die Wucht mindern. Zumindest in Japan hat man sie dermassen liebgewonnen, dass mancher sich auch Zuhause nicht ohne sie auskommen mag. Daher logsicherweise jetzt die Tetrapod-Kissen.

So richtig bequem sehen die Teile nicht aus, aber für Kissenschlachten sind sie bestimmt super!

QUELLE:
3YENNEWS: Tetrapod Home Invasion

[UPDATE]: Es wird immer besser mit den Tetrapoden....

Sehr geile Bilderserie, wie man sich das Wohnzimmer mit den Dingern zupuzzelt, gibts hier:
Tetrapoden überall

Samstag, 24. Januar 2009

Sitzen mit Totoro

Auch nicht schlecht dieser Totoro-Sessel. Auf Totoro sitzen kam im Film ja auch schon sehr bequem rüber. Der Preis - 35,000 yen.


Dass der Sessel mit echtem Totoro-Fell bezogen ist, halte ich aber für gelogen!

Quelle:
JAPANATOR: The only chair that I would be afraid to sit down on

Freitag, 9. Januar 2009

Wie man sich bettet

Futon (布団) ist das japanische Wort für Decke, aus sehr viel mehr besteht das klassische japanische Bett nun auch nicht. Es wird nur noch eine Art Matte untergelegt, die Shikibuton (敷布団) genannt wird. Da die Böden japanischer Zimmer wesentlich weicher waren/sind (Tatami-Matten), war/ist kein Gestell wie in der westlichen Welt notwendig. Daher ist das Shikibuton viel dünner als eine Matratze.
Das Futon ist allerdings sehr viel dicker und massiver als eine deutsche Zudecke, selbst ein richtiges Federbett ist kein adequater Vergleich.

Vermutlich gleicht das die in Japan so gut wie unbekannte Zentralheizung oder die Doppelverglasung wieder aus. Man muss sich also mit so einem Futon auch an die Strassenecke legen können.
Normalerweise wird so ein japanisches Bett beim klassischen "Bettenmachen" auch komplett in einen Wandschrank gepackt und sehr oft gelüftet, was in Ländern mit so hoher Luftfeuchtigkeit auch notwendig ist.
Man schläft übrigens sehr gut und vermisst sein Bett Zuhause nicht im geringsten.

Freitag, 15. August 2008

Kotatsu (炬燵)

Ein Möbelstück, das es in Deutschland überhaupt nicht gibt, ist der Kotatsu(炬燵), hier in meinen Ryokan in Osaka, so aber wohl in 99.9% aller Wohnungen Japans vorhanden.

Dieser besteht aus einem Gestell mit Heizung, einer Tischplatte und einer Decke. Da die normale japanische Wohnung keine Zentralheizung hat, wird oft auch heute noch ein Kotatsu benutzt. Man schlüpft also unter die Decke, um sich zu wärmen. Hat was vom mit nem Glas Sherry vor den Kamin oder mit ner Wolldecke vor den Fernseher.

Geschichtlich fasst die Wiki zusammen: "Früher bestand er im wesentlichen aus einem Erdloch (die meisten Häuser waren nur einstöckig), in dem mit Holzkohle Wärme erzeugt wurde. Über das Loch wurde im Laufe der Zeit ein Tisch gestellt. Kotatsu, die aus einem Tisch mit Vertiefung darunter und einer Heizung am Boden derselben bestehen, stellen eine eher selten gewordene Sonderform, den Horigotatsu (掘りごたつ wörtl.: "Gruben-Kotatsu") dar, allgemein üblicher sind heutzutage Kotatsu, die auf den flachen Boden gestellt werden und unter der Tischplatte einen elektrischen Heizkörper haben."

"Insgesamt kommt der Kotatsu aber einer anderen Auffassung zum Heizen entgegen: In Europa soll es da warm sein, wo man sich bewegt, also im Extremfall in der ganzen Wohnung. In Japan bewegt man sich dahin, wo es warm ist, also an einen bestimmten Ort."

Ob das hier allerdings ne Fotomontage ist oder einfach nur konsequent, muss jeder selbst entscheiden: