Posts mit dem Label Haikyo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Haikyo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. März 2009

Schlachtschiff-Insel Gunkanjima (軍艦島)

Vor der Küste Nagasakis liegt die Insel Hashima (端島), was soviel wie Grenzinsel bedeutet. Bekannter ist die aber wohl unter dem Namen Gunkanjima (軍艦島) also Kriegsschiff-Insel. Hashima diente von 1887 bis 1974 als unterseeisches Kohleabbau-Gebiet und ist seitdem unbewohnt.

Zu aktiven Minenzeiten lebten hier ca. 5000 Arbeiter und Familienangehörige gelebt. Jetzt ist allerdings alles Schutt und Asche.

View Larger Map

Man sagt, im zweiten Weltkrieg sei die Insel mit einem Schlachtschiff verwechselt und mit Torpedos beschossen worden.

Das Betreten ist offiziell verboten, aber trotzdem oder gerade deswegen ist die Insel ein sehr berühmtes Beispiel für Kaikyo-Tourismus. Es fahren zwar nicht viele Leute auf die Insel, das Betreten ist ja verboten, aber die wenigen, die die Gefahr auf sich nehmen, bringen ausführliche fotografische Dokumente mit nach Hause.

Wiki: "Wegen der entsprechenden Gefahren ist ein Betreten der Insel offiziell nicht erlaubt. Graffiti, Feuerstellen, Abfälle und weitere menschliche Hinterlassenschaften belegen allerdings, dass das im Volksmund der Umgebung auch als Geister-Insel bezeichnete Eiland vor allem Jugendliche in den Bann zieht. Viele von professionellen Fotografen veröffentlichte Werke, ihr Auftreten als Kulisse in Spielfilmen, Videospielen und Mangas machen sie mittlerweile zur am häufigsten im Internet erwähnten unbewohnten Insel Japans (Stand 11. Oktober 2007: über 121.000 Suchergebnisse unter dem Suchbegriff Gunkanjima). Sie kann auf dutzenden Homepages nahezu vollständig virtuell besichtigt werden."



Hier eine Doku über die Insel (engl. UT):






Quellen und weitere Informationen:
WIKI: Hashima
Googlesightseeing: Hashima
ARCHIBASE: City of the future?!
MAKINGPLACES: Towards a virtually accesible Gunkanjima
JAPANTIMES: Deserted 'Battleship Isle' may become heritage ghost ship

Sonntag, 1. März 2009

Haikyo (廃墟) - Postmoderner Tourismus

Nun aber mal wieder zur einem touristischen Thema, wenn auch ein sehr Nerdiges.
Haikyo (廃墟) bedeutet Ruine und ist ein sehr postmodernes Hobbie. Es bezeichnet den Besuch von Ruinen, verlassenen Industrieanlagen, Freizeitparks, Dörfern, Krankenhäusern und allem, was in Schutt und Asche liegt. Und das natürlich reichlich fotografisch zu dokumentieren.
In Japan scheint es da, wohl bedingt durch die Bauwut in den 80ern und späterem Bubble Burst, einiges an Orten zu geben, die man da besuchen und dokumentieren kann. Zumindest beweisen diverse Fotogalerien im Netz, dass Haikyo(廃墟) sehr beliebt ist.
Wann ich das erste mal drauf gestossen bin, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Aber da man immer wieder drauf stösst und die Haikyo-er meist sehr gute Fotos machen, wollt ich auch mal was dazu sagen. Evtl. ist Haikyo entstanden aus der Langeweile von Fotografen, die schon alle Tempel und Events durch haben, das sollen die Historiker entscheiden. Andererseits basiert doch ein Großteil des Tourismus auf Ruinen-Besichtigen, oder? Wo wäre Thailand heute, wenn noch alles heil wäre?

Hier einige Beispiele:
a) verfallende Hallen

b) rostige Achterbahnen


c) Farikhallen


d) dachlose verlassene Bruchbuden im Wald


e) verlassene Museen



Immer im Auge behalten sollte man aber den Ausgang:


Das ist alles nur ein kleiner Eindruck in dieses Sujet. Ich empfehle wirklich die Links unten, ich habe echt nur den Gipfel des Eisberges hier angeschnitten. Vor allem Haikyo Spiral gibt einiges her!!!

Quellen & Fotos:
TOKYOTIMES: Home-cum-haikyo
JASONCOLINS: Gunma Japan Haikyo Urban Exploring!
Haikyo Spiral: Galerien
MIKESBLENDER: Haikyo! (Searching for Ruins in Japan)
MICHAELJOHNCRIST: Ruins-Gallery