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Freitag, 19. Dezember 2008

LEGO

Gerade entdeckt und irgendwie ne nette Idee (aber eventuell nur wieder knallharte Marktsegment-Erweiterung: Samurai LEGO:

Hier ein Shinto-Schrein von Chris Pockster:

FLICKR: Chris Pockster

Hier drei japanische Szenerien aus der Sammlung von Mocpages:






MOCPAGES: Samurai

Irgendwie ne ganze andere Kampfklasse dann der Samurai Zombie von Nannan Z:


FLICKR: Nannan Z von der Brickcon 08

Samstag, 15. November 2008

Gunpla (ガンプラ) und das Portmanteau

Gunpla (ガンプラ) ist eine Abkürzung für "Gundam Plastic Model". Nein, wie ich gerade entdecke, ist Gunpla keine Abkürzung, sondern ein Portmanteau, wie der Engländer sagt. Das deutsche Gegenstück lautet Kofferwort, das mir irgendwie auch nicht geläufig ist.
Ein Kofferwort bezeichnet ein Kunstwort, das aus zwei anderen Worten zusammengesetzt wurde. Beispiele sind offensichtliche wie Teuro, Brunch und Jein oder Smog (Smoke + Fog), aber auch solche, die sich schon so eingebürgert haben, das man (zumindeste ich!) gar nicht auf die Idee kommt, sie dazu zu zählen wie Datei (Daten + Kartei). Gundam selbst ist wiederum ein Acronym (vor ner Minute hätte ich es noch Portmanteau bezeichnet und gestern als Abkürzung....), d.h. jeder Buchstabe steht für ein anderes Wort einer ausführlicheren Phrase.

Hierzu Wiki: "Während das Originale Mobile Suit Gundam und andere Serien im "Universal Century" Ära einen Gundam als "General Utility Non-Discontinuity Augmented Maneuvering (System) bezeichnet, so findet sich in Gundam SEED und Gundam SEED Destiny des "Cosmic Eras" der Begriff als Akronym für "General Unilateral Neuro-link Dispersive Autonomic Maneuver", "Gunnery United Nuclear-Duetrion Advanced Maneuver (System)" oder "Gigantic Unilateral Numerous Dominating Ammunition" wieder."
Wobei jetzt bestimmt auch noch das japanische 軍 (gesprochen:gun) für "Soldat, bewaffnete Truppen" Pate stand.

Aber zurück zum Gunpla.
Mobile Suit Gundam (機動戦士ガンダム)war und ist eine Anime-Serie aus dem Jahre 1979, die seitdem unzählige Ableger und alternative Erzählstränge hervorgebracht hat. Aktuell die zweite Staffel von Mobile Suit Gundam 00 (機動戦士ガンダム00(ダブルオー)) im japanischen Fernsehen.

Und dem Merchandise nicht völlig abgeneigt, natürlich noch Computer und Consolen-Spiele, Action-Figuren, die Plastik-Bausätze, um die es hier eigentlich gerade geht, Quartett-artige Kartenspiele und und und.

Die Geschichte:
Runtergebrochen handelt Gundam immer von dem Krieg der Zivilisation der Erde gegen eine ehemalige Kolonie oder umgekehrt. Also ganz die Britisch-Amerikanische Geschichte.
Es tauchen keine außerirdischen, nicht-humaniden Rassen auf und die Schlachten werden mit von Piloten besetzten Kampfrobotern ausgetragen, den "Mobile Suits".

Warum nicht einfach grossflächig Atombomben oder andere Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden, wird oft mit Kernspaltung-Blockern erklärt, die eine der beiden Parteien einsetzt. Atomreaktoren funktionieren weltweit nicht mehr, was den Kampf auf andere Technologien ausweichen lässt. Das ist immerhin eine bessere Erklärung als bei Starship Troopers, nicht wahr, Herr Heinlein?
Dieser Rahmenhandlung wird oft noch eine Vielzahl an Nebenhandlungen und politischen Ränkelspiel beigemengt, die auch aktuelle Bezüge zur heutigen politischen Situation tragen zum Beispiel internationaler Terrorismus, um die richtige Gundam-Mischung zu erhalten. Es gibt zwar Helden und Bösewichter, aber eher keine Einteilung in Gut oder Böse. Beide Parteien haben nachvollziehbare Standpunkte.

Zum Gundam-Universum gibt es natürlich auch unzählige Modelle und Bausätze unterschiedlichster Größe und Form.


Vor allem in den unzähligen Figuren-Läden gibt es (natürlich nicht wirklich lebensgross aber zumindestesn in Menschengröße!) Gundam-Aufsteller. Hier links aber aus Asakusa, am Eingang einer Ladenstrasse.

Für weiterreichende Studien hier der Wiki-Eintrag zu Gundam:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gundam

Der zum Gunpla:
http://en.wikipedia.org/wiki/Gunpla

Und hier ein eigener Gunpla-Blog namens "Simmy and his Gundam-ism" :
http://simmysimsimsim.blogspot.com/

Montag, 10. November 2008

Namco City (ナムコ シティ)

In Umeda steht eine dieser riesigen Spielhallen, die Namco City, die zwar auch laut ist, aber meiner Meinung noch lange nicht an eine gleichgrosse Panchiko-Halle heranreicht.

Vielleicht liegt es daran, das die Maschinen nicht alle auf derselben Frequenz böllern, oder aber die labyrinthische Aufstellung der sehr unterschiedlichen Geld-Fress-Maschinen schluckt viel des Lärms. Nicht, das mich jemand falsch versteht: es ist trotzdem saulaut hier.
Dieses Modell stand ja früher bei uns in jeder Fritten-Bude, wo sind die Teile eigentlich alle hin? Habe lange keins mehr bewusst in einer Frittenschmiede wahrgenommen:

Absurderweise gabs hier drin auch ne Art virtuelle Wildwasser-Bahn:


Diese Teile kennt man bei uns mindestens aus Mr. Bean, wenn man noch nicht in Las Vegas war:


Wer noch genauer erfahren will, was für einen Kuddelmuddel es in diesen Kirmes-Hallen gibt, hier noch ein Youtube-Video dazu:

Freitag, 29. August 2008

Harajuku (原宿)

Damit der Blog nicht völlig brach liegt, hier nochmal ein bisschen retro-blogging mit Bildern von 2007:

Der Stadtteil Harajuku liegt zwischen Shinjuku und Shibuya und ist am besten von der Haltestelle "Harajuku" (HAHA) aus zu erreichen.


Wiki: "Harajuku ist vor allem bei jungen Japanern beliebt und gilt mit seinen vielen Läden und Boutiquen als eines der wichtigsten Modezentren Japans. Die kleine Einkaufsstraße Takeshita-dōri und der Harajuku-Abschnitt der Meiji-dōri sind die wichtigsten Einkaufsmeilen. Die hier vorwiegend angebotene, etwas punklastige Jugendmode gab einem eigenen Stil, dem Harajuku-Kei, den Namen."


Mindestens Samstags Vormittags soll der Platz vor dem Bahnhof (übrigens liegt auf der Gegenüberlegenden Seite direkt der, oder besser: einer der Eingänge zum Meiji-Schrein) ein Sammelplatz für Gothics und Cosplayer sein, wobei da der Übergang aber fliessend sind oder einfach für mich unmöglich zu unterscheiden. Das Nachwuchsbands wie auch in Shinjuku und Akihabara auf dem Platz auftreten, braucht man nicht extra nochn zu erwähnen.

Ist das nun Cosplay, Gothic oder einfach nur Bayern?

Sonntag, 27. April 2008

Hanami Musikanten

Oft bringen die Japaner ihre Instrumente mit unter die Kirschbaeume fuer eine kleine Uebungs-Session.

Hobby: Angeln

Was machen die Grossstaedter, wenn die Fluesse kanalisiert sind und der Weg zum naechten sauberen See zu weit? Er geht ums Eck' und hockt sich ans Angler-Becken.

Montag, 14. April 2008

Media Cafe Popeye

Die Internetcafes, meist "manga kissa = manga kissaten = Manga Cafe" genannt, sind aus reinen Lese-Cafes hervorgegangen.

Man waehlt sich einen Sitztyp (von normalen Drehstuhl ueber Chefsessel und eigene Kabine bis zum Multimedia-Kammer ist alles zu haben. Getraenke sind inklusive, man kann sich selbst am Automaten bedienen.


Meist ist zusaetzlich zum Rechner noch eine Spielkonsole dabei, in den Kabinen oft auch ein zweiter Bildschirm, falls man nebenbei einen Film kucken moechte, per allinclusive Film-Stream. Erwaehnt werden sollten noch die Regalkilometer Mangas und aktuelle Zeitschriften.
Am liebsten war ich in Filialen der Kette "Media Cafe Popeye". Die hatten auch noch einen Tischtennis und Billiard-Raum, Sonnenbaenke und eine Dartecke.

Leider ist meist kein Alkohol erlaubt.

Freitag, 4. April 2008

Shogi im Park

Was dem New Yorker Rentner sein Schach ist dem Osakaler sein Shogi. Bei gutem Wetter anscheinend beliebter Zeitvertreib.

Freitag, 28. März 2008

Pachinko (パチンコ)

Ein selbst fuer manche Japaner nicht nachvollziehbares Freizeitvergnuegen ist das Pachinko(パチンコ)-Spielen. Das ist eine Mischung aus einarmigen Banditen und Flipperautomaten. Man tauscht Geld in kleine Metal-Baellchen um.

Die wirft man dann nach und nach in diese Maschine. Man hat keinerlei Einfluss auf die Baellchen. Es gibt nix zu gewinnen ausser weiteren Baellchen. Man kann, da Gleuckspiel in Japan verboten ist, diese Baellchen auch nicht wieder in Geld umtauschen, wenn eine der Maschine ein paar Kisten ausgespuckt hat.
Man kann aber Sachpreise eintauschen. Und absurderweise diese dann im benachbarten Second Hand-Laden dann doch in Geld tauschen.

Auf jeden Fall ist das ganze sehr laut, findet in riesigen Hallen statt und ist sehr sehr bescheuert.
Die Wiki fasst etwas objektiver zusammen: "Da in Japan keine Spielkasinos erlaubt sind und Wetten ausschließlich bei Pferde-, Rad- und Bootsrennen gestattet sind, erfreut sich das legale Pachinko-Spiel großer Beliebtheit. 15 Mio. Japaner suchen die Pachinko-Hallen regelmäßig auf. Sie geben jährlich ca. 250 Milliarden Euro für das Pachinko-Spiel aus. In Japan gibt es etwa 16.000 Pachinko-Hallen und schätzungsweise 34.000 Berufsspieler, von denen manche pro Monat bis zu 2500 Euro gewinnen sollen, andere geben vor, über 100.000 Euro eingestrichen zu haben."

Samstag, 21. April 2007

Strassenmusikanten

Ein Bild sieht man in Japan in vielen Stadtteilen, Tokyos Akihabara und Shinjuku oder auch Osakas Tennouji.


Auf oeffentlichen Plaetzen stellt eine Nachwuchsband ihr Equipment auf und traegt ihre Nummern vor. Was bei uns der Gitarrenspieler oder der Peruaner mit der Panfloete in der Glockengasse, sind hier aber durchaus professionelle Bands.

Diese Band hier namens "Meine Meinung" hatte allerdings gar kein Interesse, mehr ueber ihren Bandnamen zu erfahren...


Dienstag, 17. April 2007

Im Kino und im Krawallland

Abends fahren wir dann noch zum beim Verlassen der Shotengai entdeckte (na gut, ist riesengross und zumindest von der Rueckseite aus nicht einladend, aber das ist der Cinedom ja auch nicht) Toho Kino und kucken Sunshine.

Der Kartenkauf geht 1A. Japanischunterricht hilft doch. Sogar die Bitte nach Kleingeld wird verstanden. Leider grabscht der Jetlag sich ne halbe Stunde in der ersten Haelfte und das Folgen wird schwer.

Interessant ist noch, das das japanische Filmplakat den Japaner der Cast in den Vordergrund stellt.

Dem Abendessen in der Selbstbedienungs-Kantine folgt noch ein Sighseeing in einem der superlauten Spielhallen.