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Freitag, 5. Juni 2009

Jugendliche sind wie Mücken

Dass Deutschland ein Land der Kinderhasser sei, hört man ja oft. Japan hingegen hasst weniger die Kinder (wahrscheinlich wegen der Kawaiiness!) sondern schiesst sich auf die Teenager ein.
Der Kita-Shikahama Park in Tokyo scheint sich des Nachts bei jugendlichen Rum- und Abhängern einer ziemlichen Beliebtheit zu erfreuen. Wegen der anhaltenden, nächtlichen Lärmbelästigung wurde zu neuartigen, innovativen aber auch ein wenig unglaublichen Gegenmitteln gegriffen. Der Anti-Teen-Buzzer, genannt "The mosquito".
Der stösst nun im Park auf einer 18 Kilohertz-Frequenz abschreckende Summgeraüsche aus, die das menschliche Ohr nur im Alter von um die 20 Jahre wahrnehmen kann. Später büssen wir die Fähigkeit diese Frequenz hören zu können wieder ein. Der Mosquito wird nachts ab 11.00 Uhr den Park beschallen. Man erhofft sich neben dem Zurückkehren der Nachtruhe auch einen Rückgang der Sachschäden, im Jahre 2008 beliefen sich diese auf 700,000 yen (nach heutigen Kurs: 5126 Euro) an zerstören Parkbänken, Fenster und Toiletten.
Hier der Videobericht zur Inbetriebnahme des Buzzers:


Aber es ist wohl nach hinten losgegangen.
Ne Woche später geben sich die Buzzer-Touristen im Park die Klinke in die Hand. Das Medienintresse hat zu einem neue Volkssport "Hörst Du es?" geführt.

Aber selbst wenn ganze Grossfamilien nachts im Park auftauchen, um ihr Gehör zu testen, müssen sie dabei ja logischerweise leise sein.
Also zumindest ein kleiner Teilsieg für die Anwohner.



Quellen:
Japanprobe: Mosquito noise maker will annoy young people
Japanprobe: Annoying mosquito buzzer draws tourists

Dienstag, 28. Oktober 2008

Hikarigaoka (光が丘)

Das Gebiet des heutigen Higarigaoka Parks war früher ein Testgebiet und Militärflughafen. Nach dem 2. Weltkrieg an die Amerikaner abgetreten, wurde es erst 1973 an Japan zurückgegeben, die daraufhin beschlossen, hier einen Park anzulegen. 1981 folgte dann das Wohngebiet, heute eines der größten und höchsten Wohnsiedlungen Tokyos. Wenn mich mein Japanisch nicht völlig im Stich lässt, bedeutet Hikarigaoka "Licht Hügel", es scheint doch wohl oft die Sonne.

Der Bahnhof Hikarigaoka (光が丘駅) ist der Halt E38 der Linie Toei Ōedo und liegt (ab hier nun Nerd-Info!) 11,9 Meter unter der Erde und ist damit die Station der Toei Ōedo, die der Oberfläche am Nähesten liegt. Mit anderen Worten ist Hikarigaoka nach oben die Höchste und nach unten die Flacheste!

Direkt am Ausgang liegt ein grosser Department-Store, der sogar eine kleine Videotheken-Ecke hat.


Hier das eigene E-Werk der Siedlung:

Bei gutem Wetter kann man vom Balkon aus den Fuji sehen:

Da ich im Park nur einmal Nachts war, siehe hier:
http://tenkygaii.blogspot.com/2008/04/hikarigaoka-nacht-hanami.html.
Da inzwischen meine Kontaktperson(;-)) aus Hokarigaoka weggezogen ist, werde ich hier wohl nicht nochmal hinkommen.

Dienstag, 5. August 2008

Ueno Park (上野公園)

Der weitlaeufige Ueno Park wurde unspruenglich als eines der Verteidigungs-Bollwerkes des Schlosses Edo angelegt, was den unglaublichen Ausmass der Anlage verdeutlicht. Dagegen ist wohl die Himeji-Anlage echt ein Witz. Oder der Park ums Schloss Osaka.


Heute ist der Park ein beliebtes Ausflugziel, um Weiher gibts Tretbote, an dem Wegen natuerlich viele Kirschbaeume und Statuen.




Vielleicht lags am unsonnigen Wetter, vielleicht daran, das die Kirschbluetenzeit schon vorbei war, beeindruckt hat mich der Park nicht sonderlich.

Donnerstag, 3. April 2008

Shukkeien Park (縮景園)

Nach dem Schloss Hiroshima lag als naechste Station des Tages der Shukkeien Park (縮景園) auf meinem Weg.

Nicht offiziell in den Top 3 der schoensten Parks Japans (das sind
a) Kairakuen in Mito
b) Kenrokuen in Kanazawa (siehe gesonderten Eintrag)
c) Kōrakuen in Okayama )
aber auch weil das Wetter sehr parkfreundlich war, war der Shukkeien Park eine schoene Zwischenstation auf dem Rueckweg zum Bahnhof. Hier war auch die schon erwaehnte zweite Hochzeit an diesem Tag.



Ich fand den Park deutlich besser, als den hoeher bewerteten Kenrokuen in Kanazawa letzte Woche. Aber da kann auch das Wetter mit reingespielt haben.

Hiroshima Friedenspark (広島平和記念公園)

Der Hiroshima Peace Memorial Park (広島平和記念公園) liegt direkt am Atom-Dom, man muß nur den Fluß überqueren. Am Südlichen Ende liegt dann auch das Friedensmuseum.

Rechts der "Memorial Cenotaph", im Hintergrund der Atom-Dome:






Das Children's Peace Monument (原爆の子の像) ist Sadako Sasaki (佐々木 禎子, January 7, 1943 – October 25, 1955) gewidmet, stellvertretend für tausende Kinder. Der Bombenstrahlung mit 2 Jahren ausgesetzt, wurde 10 Jahren später Leukämie diagnostiziert.

"Sadakos beste Freundin erzählte ihr von einer alten japanischen Legende, nach der derjenige, der 1.000 Origami-Kraniche falte, von den Göttern einen Wunsch erfüllt bekäme. Sadako begann daraufhin, während ihres 14-monatigen Krankenhausaufenthaltes Papierkraniche zu falten, um so von den Göttern ihren Wunsch nach Gesundheit erfüllt zu bekommen. Nachdem sie innerhalb von weniger als einem Monat 1.000 Kraniche fertiggestellt hatte, setzte sie ihre Arbeit in der Hoffnung auf Heilung bei 2.000 Kranichen fort. Wieviele Kraniche sie tatsächlich gefaltet hat ist unbekannt, es gibt Quellen die von mehr als 1.300 Kranichen sprechen. Aufgrund der weltweiten Verbreitung und Anteilnahme, die die Geschichte von Sadako Sasaki fand, wurden Origami-Kraniche zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg.

Mit den in ihrem Namen eingegangenen Spenden wurde 1958 in Hiroshima in unmittelbarer Nähe des Friedensmuseums und der Atombombenkuppel im Friedenspark ein von Glaskästen umgebenes Monument für den Weltkinderfrieden errichtet, das Kinder-Friedensdenkmal. Die Kästen werden regelmäßig mit aus ganz Japan zugesandten Papierkranichen neu gefüllt, und seit 1989 findet dort jedes Jahr Ende Juli eine Gedenkveranstaltung statt."

Hier noch ein die Detornation überstandener Grabstein.


Da ich an dieser Stelle nur aus der Wikipedia abschreiben würde, hier lieber der Link für den Interessierten
Wiki zum Peace Memorial Park

Donnerstag, 27. März 2008

Kenroku-en Garden (兼六園)



So, einer der drei perfektesten Gaerten Japans also. HHm, das mag am Wetter gelegen haben, aber soooo anders als wonanders sieht es hier auch nicht aus. Vielleicht fehlt mir dafuer aber einfach nur der gewisse Blick.




Auf jeden Fall gabs hier wieder viel Moos, ob es aber VIP-Moos ist oder nur einfaches Intruder-Moos, kann ich echt nicht sagen.


Und ein Garten ist natuerlich nix ohne die richtigen Gaertner.

Freitag, 20. April 2007

Kaiserliche Residenz Kōkyo (皇居)

Der Palast des Kaisers, der Kōkyo (皇居, dt. „Kaiserliche Residenz“), in dem heute noch der Tennou residiert, ist die ehemalige Burg von Edo.


Die Wiki meint dazu: "Die Burg Edo (江戸城, Edo-jō) wurde 1457 von Ota Dokan im heutigen Stadtteil Chiyoda von Tokio, das damals Edo hieß, gegründet. Shōgun Tokugawa Ieyasu ließ in Edo seine Residenz errichten. Dadurch wurde es während der Edo-Zeit die militärische und administrative Hauptstadt Japans. Der Kōkyo steht heute an dieser Stelle. Einige Burggräben, Wälle und Mauern stammen noch von der alten Burg.
... Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch Bomben zerstört und 1968 originalgetreu wieder aufgebaut."

Daher ist das eigentliche Gebäude der Oeffentlichkeit nicht zugaenglich, nur ein Teil des Parks (siehe gesonderten Eintrag) ist begehbar.



Allerdings kann man bis zum Aessersten Tor des Palastes vorstossen, wo die Wachen stehen. Als wir vorbeikamen, fuhr gerade irgendeine Delegation mit langen Limousinen vor.

Die Waechter stehen aber nicht so bewegungslos wie in London herum, sondern machen eher den Eindruck von Museums-Waertern.

Man residiert als Kaiser also durchaus gemaess.

Park des Kōkyo (皇居)

Der Park des Kōkyo (皇居 - der Kaiserliche Palast, in dem heute noch der Kaiser residiert) hat noch einen eigenen Eintrag verdient, daher hier noch einige Eindruecke aus dem Park.




Kanda (神田) - Fruehstueck

Nach Kanda ist es mit der U-Bahn nicht sehr weit, die richtige Bahn zu finden, ist schon eher das Problem (dazu spaeter mehr).
Den Rest der Reise bleiben wir in Tokyo im Sakura Hostel in Kanda, noerdlich vom Kaiserpalast. Da wir zu frueh zum einchecken sind, stellen wir unser Gepaeck unter und gehen, nach einem kurzen Zwischenstop im Kombini in den Park zum Fruehstuecken.



Schnell sind die wirklichen Bewohner des Parks zum Naschen aufgetaucht.

Container-Kunst

Als wir vom Hafen Yokohama durch Minato 21 Richtung Landmark Tower spazierten, kamen wir in einem Park an dieser Container-Skulptur vorbei.
Irgendwie traute ich der Statik dieses Teils nicht so ganz, drunterher gegangen bin ich nicht.




Insgesamt war dieser Park (es mag am eher drögen Wetter und am fast völligen Fehlen von anderen Menschen gelegen haben) eine unzusammenhängende Zusammenstellung an Kunstwerken und Stadt-Park-Architektur.




Dann doch lieber klassische Parks als so einen toten Fleck.

Mittwoch, 18. April 2007

Maruyama Park

Der Maruyama Park in Kyotos Osten ist nicht so interessant, das er als Ausflugsziel auf jede Liste sollte. wir sind auch nur durchmarschiert, weil der benachbarte Tempel schon geschlossen hatte.

Hier wollten wir rein:




Hier sind wir dann rein:





Das wurde dann am zweiten Tag in Japan unser erster japanischer Park und unser erster japanischer Friedhof (siehe gesonderten Post).