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Dienstag, 9. Juni 2009

Grundstücksgrenze

Wenn man einmal angefangen hat mit Architektur-Seltsamkeiten, kann man am Stück weitermachen. Hier nun ein Beispiel für die Situation, wenn man während des Häuslebauens feststellt, dass man über die Grundstücksgrenzen hinausgeplant hat auf Nachbargrundstück und nun kurzfristig 2 Meter fehlen.
Passiert hier im Video bei der Aussentreppe, am besten selber kucken:

Ist bestimmt lustig, wenn man einem im Tee hat. Oder beim Müll rausbringen.

Quellen:
Japanprobe: Badly designed building with staircase/ladder hybrid

Mittwoch, 3. Juni 2009

Schmale Butze

Schon oft habe ich ja die seltsamen Auswüchse der japanischen Architekten erwähnt, wirklich jedes Fitzelchen Platz zu verbauen.
In dieses Eckschränkechen-Haus hat man tatsächlich noch ein Lokal gepresst, angeblich haben 15 Gäste Platz. Im spitzen Eck bringt es das Gebäude auf stolze 83cm.


Quelle:
Japanprobe: Narrow triangle-shaped building in Japan

Sonntag, 19. April 2009

Tag 1: Harajuku - Alles beim Alten

Um 19.00 Uhr ist das Treffen mit Kazusa, die mit uns Essen geht (zusätzlich kriegt sie meinen Trolley zur Aufbewahrung für 14 Tage, das optimiert mein Gepäck ganz erheblich!). Da ich ihr die Suche eines Lokals überlassen habe, hatte Sie auch die Hoheit über den Treffpunkt. Also stehe ich hier kurz vor 19.00 Uhr in Harajuku(原宿), direkt vor dem Ausgang Takeshita der Yamanote Linie(山手線), genau gegenüber dem Eingang zur Takeshita Street(竹下通り), die dem Ausgang wohl den Namen gegeben hat.

Es hat sich nicht viel verändert, wobei sich die Frage stellt, was sich mitten in der Stadt auch gross ändern soll, naja, die Ladengeschäfte könnten sich austauschen, mehr aber auch nicht. Während es allerdings gut sein kann, dass die Ladenbestückung der Venloer-Strasse sich halb ausgewechselt hat, wenn ich nach 3 Wochen wieder in Köln ankomme, ist die Takeshitadori(竹下通り) konstanter.

Es sieht so aus wie vor 2 Jahren, zumindest wenn ich meinen Erinnerungen glauben kann. Aber einiges ist doch Neu oder mir nie aufgefallen, weil ich an diesem Platz noch nie ne Viertelstunde Zeit totschlagen musste.
Ob dieses seltsame, leider verwackelte Dings vor 2 Jahr schon hier war, kann ich leider nicht nachvollziehen. Das Gesicht erinnert mich irgendwie an diese Flashfilmchen, in denen ein nichtjapanisches Lied genommen wird, lustige Männchen dazu tanzen gelassen werden und amn versieht das ganze Lied mit japanischen Untertiteln, allerdings solchen, die keine Übersetzungen wiedergeben, sondern so tun, als sei der Text genuscheltes Japanisch und diese seltsamen Sätze strotzen nur so von Situationskomik. (das ist jetzt echt schwer zu erklären, ich suche mal so ein paar Dinger raus)

Die Tamagochi Donuts wären mir bestimmt aufgefallen:



Und nein, ich habe keine gekauft!

Der Feierabend füllt den Platz vor dem Bahnhof merklich:

Kurz bevor die Beiden dann endlich kommen, füllt sich der Platz auch mit Friseusen, die nach Feierabend auf Ihre Rocker warten:


Weitere Infos:
Wiki: Takeshita Dori
Wiki: Harajuku Station

Freitag, 17. April 2009

Tag 1: Guter Gag in der Seitenstrasse

Die klassische deutsche Straße voller Reihenhäuser, die sich nur durch die Bepflanzung des 5 Quadratmeter grossen Vorgartens unterscheiden, gibt es in Japan in dieser Art nicht. Es wird außerhalb der architektonisch durchgestylten Bau-Prestige-Projekten wild quer durcheinander gebaut.

Wahrscheinlich macht gerade das einen Abstecher in die kleinen Straßen so schön. Da gibt es nichts Besonderes zu sehen, nur das reale Japan und seiner ganzen Schön- und Hässlichkeit gleichzeitig. Man muss nur das richtige Auge haben.

Besonders schön sind die Momente wenn man unerwarteter Weise auf besonders absurde Schmankerl trifft.

Wenn rechts ein recht moderner Backstein-Bau in viel zu roten Steinen,

und links eine regelrechte Altholz-Baracke steht,

wie kann man da ernsthaft dieses Haus dazwischen setzen

und dann noch so nennen?

Aber wenn schon, das auch schön mit Katakana drunter, damit jeder den Namen aussprechen kann mit japanischen Silben: "A-N-GE-NEE-MU RA-OO-MU".
Dem ist tatsächlich - auch auf Deutsch - nichts hinzuzufügen.

Dienstag, 14. April 2009

Tag 1: Spaziergang in Ikebukuro(池袋)

So, zur Einstimmung einerseits und zum mentalen Ankommen andererseits bin ich erstmal das Gebiet zwischen Ryokan und Bahnhof auskundschaften gegangen. Ich kann nicht sagen, dass Ikebukuro (池袋) jetzt völlig anders aussieht als etwa Jinbōchō beispielsweise. Aber zu sehen gab es doch so einiges. Zudem man am ersten Tag im Lande und auch noch mit ner neuen Kamera ausgestattet sowieso Motive noch und nöcher findet.
Hier zuerst einmal ein Schwung Eindrücke von den grossen Hauptstrassen.
Typische Grossstadt-Szenen, die Strassen sind gut gefüllt:

Die Fassaden schön hoch und bunt:

Die Nähe zum Bahnhof Ikebukuro ist nicht zu überhören, wenn in sichtweite im Minutentakt Züge vorbeidonnern:

Das gute Wetter verleitet zu einige Format-Spielereien:

Die Tageszeit lädt zu einem frühen Feierabend oder einer zweiten Mittagspause ein:

Die Ersten stehen schon für Verabredungen abholbereit am Treffpunkt herum:




Und als würde ich ein Schild mit der Aufschrift "Forshadowing" tragen, gibts schon die Küche von Kyushu mitten in Ikebukuro, jamjam, aber das hat noch Zeit:


Ganz normales japanisches Großstadtleben eben, zum mentalen Ankommen gerade richtig.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Affe mit Bier

In Ost-Osaka lassen es sich die Gorillas der Gegend sehr gut gehen. Zumindest wirken sie zufriedener als die Artgenossen in Tokyo. Auch sind mir keine Polizeieinsätze bekannt, wie sie der Shibuya-Affe losgetreten hat.

Aber leider benehmen sich die Osaka-Gorillas manchmal abends wie die Salaryman. Beide hüpfen und kreischen durch die U-Bahn-Stationen, bis sie schliesslich im letzten Zug einschlafen....

Foto-Quelle:
SLEEPYTAKO: Booze Gorilla!

Freitag, 16. Januar 2009

Kartoffel IT

Welche Zielgruppe genau der Potato-PC ansprechen soll, ob er besonders ökologisch ist oder einfach nur lecker nach Pommes Rot-Weiß duftet (was man wohl höchstens 45 Minuten toll fände) oder ob nur einfach die Marketing-Abteilung mal so richtig auf die Pauke hauen wollte, habe ich mich damals gefragt, als ich dieses Schild hoch über den Dächern von Den Den Town entdeckt habe.
Hat nicht bei Jugend forscht irgendein Nerd 'ne Glühbirne mit ner Kartoffel zum Leuchten gekriegt? Damals als Glühbirnen noch erlaubt waren?

Auf dem zweiten Blick habe ich dann entdeckt, dass sich um ein Internet-Cafe handelte und da macht Potato irgendwie wieder mehr Sinn, denn die Kundschaft aus den Couch-Potatos zu rekrutieren, ist doch wirklich zukunftsträchtig.
Zumal die Menschheit ja eh Richtung Arkoniden-Demenz tingelt, was einer Kartoffel ziemlich nahe kommt.

Samstag, 29. November 2008

Kapelle als Penthouse (ペント・ハウス会堂)

Als ich mir die Bilder, die ich vom Dach des Floating Gardens in Osaka gemacht habe, durchgesehen habe, habe ich das hier entdeckt.

Dieses Hotel hat sich den Gästen eine Kapelle (vermutlich) anbieten wollen. Und was liegt da näher, als einfach eine mit einzubauen. Einfach einen Themen-Raum innen passend einzurichten, ist ja nun auch wirklich langweilig, das macht ja jedes Love Hotel schon.

Oder aber es ist die Katholiken-Suite, superteuer aber dafür gesalbt.
Das müsste man mal näher klären.

Die Henne oder das Ei?

Da kann man sich ruhig fragen, was zuerst da war, die Strasse oder das Haus.
Hier in Osaka führt der Hanshin Express Way (阪神高速道路) direkt durch das Gate Tower Building (ゲートタワービル).


Der Fahrstuhl des Hauses fährt an den Schnellstrassen-Etage vorbei, die im Grunde ja nur ein Tunnel ist.

Und als wenn es nicht schon so lustig genug wäre, ist die Schnellstrasse sogar im Etagenplan verzeichnet.

Anscheinend ist in den anderen Etagen nicht viel los (was verständlich wäre!), sonst wäre dort ja jemand verzeichnet, oder?

Wer dort mal vorbeischauen (durchfahren?) möchte, hier die Adresse:
Osaka city Fukushima Ku Fukushima 5-4-21

Quelle: An Englishman in Osaka: drive-thru office

Montag, 17. November 2008

Gemüse-Jungens

Dieses Lokal mit eher unorthodoxen (zumindest für unsere Breiten, wir müssen wohl eher an Mirakel-Wip denken bei sowas) Gemüse-Plastiken habe ich in Osaka in der Nähe der Osakako entdeckt.

Rein bin ich dann abends mal, da es nur 150 Meter vom Hotel entfernt war.


Ich muß allerdings eine Warnung aussprechen: So lustig die Jungs auch aussehen mögen, die Portionen hier sind echt mickrig und die Okonomiyaki sehr klein.

Sonntag, 9. November 2008

Nomen est omen

Halten Gasthäuser eigentlich immer, was die Namen versprechen oder dem phantasievollen Passanten suggerieren?

An eine Nacht im Super Hotel erinnert man sich wohl gern:

Hier erwarte ich irgendwie Holzbesteck und handgeschnitzte Teller:


Wer auf den 50er-Jahre-Club "Bettys" keine Lust hat und wen eine Vampir-Strip-Bar zu sehr an From Dusk till Dawn erinnert, der kann sich wohl in der Fetisch-Bar "Zum roten Schuh" einen Sekt durch die Pumps giessen lassen:

Montag, 13. Oktober 2008

Knut - Zum Trocknen rausgehängt

In Sanya werden Sonntags die Eisbären zum Trocknen rausgehängt.
Dieses Bild zählt auch zu den "unter den Tisch gefallenen" skurillen visuellen Eindrücken, extra (naja) aufbewahrt für die Saure Gurken-Zeit.

Wenn Freddie Frinton nicht schon von uns gegangen wäre, hätte er wohl gerne hier gewohnt, oder eben gerade nicht. Vielleicht ist es auch eine Botschaft in Richtung Deutschland ala "Bringt doch Eisbären Knut endlich zum Metzger!". Konnte ich leider vor Ort damals nicht tiefer ergründen, Asche auf mein Haupt.

Freitag, 26. September 2008

Zoohandlung

Ich glaube, ein pinker Gorilla wäre in unseren Breiten fast das allerletzte Tier, das sich eine Zoohandlung als Maskottchen an die Fassade montieren würde, oder?
Ich finde, auch der beigefügte Hundewelpe hilft da nichts mehr.

Ich wünsche dem Laden ins Osaka, in der Nähe der Amerika Mura trotzdem alles Gute und hoffe (ich war leider nicht drin, um es zu prüfen), daß man ein reichhaltiges Sortiment an Hündchen und Affen vorweisen kann.

Freitag, 29. August 2008

Planbauten

Das in Japan auch der letzte Winkel gerne mal bebaut wird, bevor man einen Quadratmeter Grundfläche verschwendet, habe ich ja hier an einem Beispiel aus Kyoto gezeigt:
Architektonischer Winkel

Ungefähr das Gegenteil hier in Tokyo: Man baue möglichst eng, um den leerstehenden Platz drumherum nicht zu stören.


Da wundert es kaum, das die Grundstückspreise in Tokyo so hoch sind.

Donnerstag, 7. August 2008

Google Street View in Japan

Wie ich bei Martin gesehen habe, hat seit dieser Woche Google Street View auch einige japanische Städte im Angebot, nämlich Chiba, Hakodate, Kobe, Kyoto, Osaka, Saitama, Sapporo, Sendai, Tokyo, Yokohama, womit man die beiden grossen Ballungszentren schon mal abgedeckt hat, wie auch die Übersichtskarte zeigt:


Da natürlich direkt das Spielkind direkt wieder ausbricht, hier das Sakura Hostel in Jimboucho, in dem wir im April 2007 eine Woche genächtigt haben.


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Hier das Ryokan in Kyoto aus dem April 2007

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Hier mein Hotel in Kyoto im März 2008:

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Hier das Ryokan im Hafen von Osaka im März 2008:

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Donnerstag, 8. Mai 2008

Kleiderkauf

Also als Fazit nach dem Japantripp werde ich meine Klamotten nur noch in ausgewaehlten Laeden kaufen.
Entweder beim "Nude Buffalo":


Oder direkt beim "Jesus Diamante":

Freitag, 2. Mai 2008

Lokal-Fassaden

Hier nochmal ein Nachschlag mit Dōtonbori (Osaka) Lokalen:




Der diskrete Charme der Antiquariate

In Kanda steht Buchladen neben Buchladen, Antiquariat neben Antiquariat.