Nara Park hat ja was von einem Streichelzoo. Hier aber ein Video, was das Gegenteil zeigt:
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Donnerstag, 1. Juli 2010
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Miyajima(宮島) und die Moderne
Aber inzwischen ist Miyajima(宮島) ja nicht mehr nur eine Insel mit einem Schrein, sondern im Dorf nebenan hat sich die Neuzeit mit auf die Insel geschmuggelt. Das in Japan aber so häufig anzutreffende Nebeneinander von Alt und Neu stört aber nicht weiter. Da gibt es ganz andere Ecken.
Der alte und der neue Nachwächter:

Da ich sehr früh auf der Insel ankam, sind die Touristen noch überschaubar:

Zwischen Fährsteg und Schrein gibt es solche Kanäle zuhauf, wie üblich zugemoost. Ich kann aber nicht erkennen, ob es sich um VIP-Moss handelt:

Vielleicht damit die Rehe zum Trinken wenigstens mal von den Straßen runter gehen, wer weiss.

Da ich ja zur Hanamizeit dort war, hier natürlich auch ein Hanami-Bild:

Das neben der Moderne auch der Aberglaube auf Miyajima eingekehrt ist, bezeugt wohl dieser alte Baum, der die Funktion des Wunschbrunnens übernommen hat:


Das Nebeneinander von Rehen und Touristen ist auch oft sehr lustig:

Mal schauen, wie es nächstes Jahr in Nara abgeht.
Der alte und der neue Nachwächter:

Da ich sehr früh auf der Insel ankam, sind die Touristen noch überschaubar:

Zwischen Fährsteg und Schrein gibt es solche Kanäle zuhauf, wie üblich zugemoost. Ich kann aber nicht erkennen, ob es sich um VIP-Moss handelt:

Vielleicht damit die Rehe zum Trinken wenigstens mal von den Straßen runter gehen, wer weiss.

Da ich ja zur Hanamizeit dort war, hier natürlich auch ein Hanami-Bild:

Das neben der Moderne auch der Aberglaube auf Miyajima eingekehrt ist, bezeugt wohl dieser alte Baum, der die Funktion des Wunschbrunnens übernommen hat:


Das Nebeneinander von Rehen und Touristen ist auch oft sehr lustig:

Mal schauen, wie es nächstes Jahr in Nara abgeht.
Samstag, 18. Oktober 2008
Miyajima (宮島) bzw. Itsukushima (厳島)
Miyajima(宮島) ist ca. 30 Quadradkilometer groß und bietet mit dem roten Tor die wohl meistfotografierte Ansicht von ganz Japan. Zudem wird Miyajima zu den 3 schönsten Landschaften Japans gezählt.
Auf der Insel leben in der Gemeinde Miyajima (宮島町) ungefähr 2000 Einwohner, die wohl sehr gut von den Touristen leben können. Eigentlich heisst die Insel Itsukushima (厳島) und gar nicht Miyajima (宮島), was Schrein-Insel bedeutet. Hier wird wohl der Name vom bekanntesten Element überstrahlt. So als würde man Köln nicht mehr Köln sondern Dom-Stadt nennen oder direkt Kölle und zwar nicht als Umschreibung sondern anstelle von Köln. Und das auch so auf Landkarten eintragen. Heisst Ehrenfeld bald Moscheefeld?

Seit frühhistorischer Zeit galt die Insel als heiliger Ort, es durfte dort weder Geburten noch Todefälle geben. Zudem oder gerade deshalb duften bis zum 20.Jahrhundert Frauen die Insel nicht betreten, sie galten als zu unrein.

Auf der ganzen Insel läuft Wild (aber wohl zahm!) herum, selbst auf den touristenbelagerten Wegen zwischen Fährensteg und Torii. Auf dem Berg Misen(弥山) in Inselmitte gibt es zusätzlich noch zahme (aber nicht gezämte!) freilebende Japanmakeben-Affen, die im noch vorhandenen Urwald oder an der auf den Gipfel führenden Seilbahn mit den Menschen interagieren. Ich schätze, sogar die Affen können von den Touristen gut leben.

Die beiden berühmtesten Bauwerke der Insel sind das im Wasser stehende rote Torii und der Itsukushima-Schrein.

Torii(鳥居) heisst Vogelsitz und ist eines der Hauptelemente der traditionellen japanischen Architektur. Einen Torii-Tunnel habe ich ja schon in Kyoto besucht (siehe: http://tenkygaii.blogspot.com/2008/03/fushigi-inari-schrein.html).
Meist aus Holz oder Stein und zinnoberrot lackiert stehen sie vor Shinto-Schreinen in ganz Japan. "Jedes Torii hat zwei Querbalken: den oberen (kasagi), der auf den beiden senkrechten Säulen aufliegt, und den unteren (nuki), der durch die senkrechten Säulen hindurchgeht und sie miteinander verbindet." Der heutige Miyajima-Torii wurde 1814 gebaut, es gibt aber Aufzeichnungen, das schon in der Heian-Zeit an dieser Stelle ein Torii stand. Er symbolisiert die Grenze zwischen gegenständlicher und sakraler Welt.

Um den Itsukushima-Schrein gehts im nächsten Beitrag.
Hier die offizielle Seite von Miyajima auf Deutsch:
http://www.miyajima-wch.jp/de/pathway.html
Hier ausführliche Informationen eines Miyajima-Reiseführers:
http://www.japan-infos.de/japanreise/reisefuehrer/miyajima.html
Auf der Insel leben in der Gemeinde Miyajima (宮島町) ungefähr 2000 Einwohner, die wohl sehr gut von den Touristen leben können. Eigentlich heisst die Insel Itsukushima (厳島) und gar nicht Miyajima (宮島), was Schrein-Insel bedeutet. Hier wird wohl der Name vom bekanntesten Element überstrahlt. So als würde man Köln nicht mehr Köln sondern Dom-Stadt nennen oder direkt Kölle und zwar nicht als Umschreibung sondern anstelle von Köln. Und das auch so auf Landkarten eintragen. Heisst Ehrenfeld bald Moscheefeld?

Seit frühhistorischer Zeit galt die Insel als heiliger Ort, es durfte dort weder Geburten noch Todefälle geben. Zudem oder gerade deshalb duften bis zum 20.Jahrhundert Frauen die Insel nicht betreten, sie galten als zu unrein.

Auf der ganzen Insel läuft Wild (aber wohl zahm!) herum, selbst auf den touristenbelagerten Wegen zwischen Fährensteg und Torii. Auf dem Berg Misen(弥山) in Inselmitte gibt es zusätzlich noch zahme (aber nicht gezämte!) freilebende Japanmakeben-Affen, die im noch vorhandenen Urwald oder an der auf den Gipfel führenden Seilbahn mit den Menschen interagieren. Ich schätze, sogar die Affen können von den Touristen gut leben.

Die beiden berühmtesten Bauwerke der Insel sind das im Wasser stehende rote Torii und der Itsukushima-Schrein.

Torii(鳥居) heisst Vogelsitz und ist eines der Hauptelemente der traditionellen japanischen Architektur. Einen Torii-Tunnel habe ich ja schon in Kyoto besucht (siehe: http://tenkygaii.blogspot.com/2008/03/fushigi-inari-schrein.html).
Meist aus Holz oder Stein und zinnoberrot lackiert stehen sie vor Shinto-Schreinen in ganz Japan. "Jedes Torii hat zwei Querbalken: den oberen (kasagi), der auf den beiden senkrechten Säulen aufliegt, und den unteren (nuki), der durch die senkrechten Säulen hindurchgeht und sie miteinander verbindet." Der heutige Miyajima-Torii wurde 1814 gebaut, es gibt aber Aufzeichnungen, das schon in der Heian-Zeit an dieser Stelle ein Torii stand. Er symbolisiert die Grenze zwischen gegenständlicher und sakraler Welt.

Um den Itsukushima-Schrein gehts im nächsten Beitrag.
Hier die offizielle Seite von Miyajima auf Deutsch:
http://www.miyajima-wch.jp/de/pathway.html
Hier ausführliche Informationen eines Miyajima-Reiseführers:
http://www.japan-infos.de/japanreise/reisefuehrer/miyajima.html
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