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Sonntag, 7. November 2010

Fukuoka Buden-Kultur

Fukuoka ist bekannt für seine Yatai, die ich ja schon mal beleuchtet habe. Bevor ich das erste Mal nach Japan gekommen bin, dachte ich ja diese Imbiss-Buden sind viel weiter verbreitet, aber ausser vereinzelt in Parks und auf Plätzen und auf Festivals sind sie eher selten.

Die offenen Okonomiyaki/Yakitori/Takoyaki-Stände sind da um ein vielfaches häufiger.
Aber in Fukuoka gehören sie zum abendlichen Stadtbild, sobald es dunkelt werden die Zelter quasi aufgeschlagen und die Kanal-Promenaden werden zur Fressmeile.

Da kann man zum Fotografieren hingehen und endet trotzdem auf einem der Sitze, weil man sich der tollen Atmosphäre nicht entziehen kann und doch dort das Abendessen einschiebt.

Ist ja nicht schlimm, schmeckt super.

Manche der Buden sehen aus als seien sie seit den 70ern mit derselben Ausstattung im Einsatz. Bin mir auch nicht sicher, wie lukrativ so eine Yatai ist. Einerseits sind sie schon was klapprig, andererseits sind die Preise nicht billiger als in irgendeiner normalen Kneipe. Und kurz-vor-Obdachlos wirken die Betrieber auch nicht.

Innen haben meistens bis zu zehn Gäste Platz, oft kann man zwischen Oden, Ramen und allerlei Spiesschen wählen, aber das wechselt von Bude zu Bude natürlich. Das Bier ist natürlich gut gekühlt. Wer in Fukuoka Zwischenstation macht, sollte auf jeden Fall mal yataien.

Montag, 15. März 2010

Der grosse Essen-Post - Teil 1

Jetzt wird dieser Blog mal kurz zur Kochsendung. Der Speisen diverser Köche, quer durch Japan. Hier eine Auswahl aus dem März 2009:

Fugu in Beppu:

Geschmacklich bis auf den leicht brennenden Nachgeschmack des Gifts hat dieser Fisch nix zu bieten. Aber nur in Beppu wird der Kugelfisch mit der Leber serviert, die neben der Giftdrüse sitzt und daher ausserhalb von Oita-ken nicht mit verkauft wird. Habe ich zum Glück erst hinterher erfahren.

Ein Bento unterwegs:

Hier gibts nix besonderes zu kommentieren. Viel Mayo - viel fritiertes.

Thunfisch-Steak in Beppu:

Sehr sehr lecker, eine Spezialität auf der Speisekarte. Zumindest hats mit der Kellner empfohlen.

Süsskartoffel auf der Beppu-Höölen-Tour:

Als Snack zwischendurch bestimmt gesünder als ne Stulle und ne Krakauer auf die Hand. Auf jeden Fall ähnlich sättigend.

Ei aus der Hölle (eine der Höllen von Beppu):

In heisser Schwefelquelle gekochtes Ei. Durch den Schwefel in höllischen Beige-Braun.

Ramen mit Hühnchen in Oita:

Nichts besonderes, ausser das Hühnchen drin ist.

Weisse Ramen aus Kumamoto:

Schon eher was besonderes, weil sie Weiss sind;-)

Tentakeln am Stock:

Imbiss in Kumamoto, zur Hanami am Schlösschen.

Thunfisch Sushi:

Natürlich gehört eine Sushi-Nahaufnahme dazu, was denkt ihr denn?

Und als Abschluss ein Plastik-Fisch aus der Auslage in Oita:

Schade eigentlich.

Freitag, 12. Dezember 2008

Lieber einmal zu oft hingeschrieben

Drollig oder aber total notwendig für die Hafensicherheit ist diese Beschriftung der Hafenmauer in Fukuoka:

入口 heisst Eingang.

Aber wer weiss schon, wieviele da schon daneben gebrettert sind und ihren Schoner zu Klump gefahren haben.

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Üben am Schild

Okay, man kann sich als Tourist in Japan auch gänzlich ohne Japanischkenntnisse gut durchschlagen. Evtl. hilft ein "tsss " und "heeee" im richtigen Moment aus der Patsche. Aber richtig aufgeschmissen ist man nicht.
Aber mit ein paar Jahren Japanisch-Unterricht auf dem Buckel nimmt man zwangsläufig die Umwelt, gerade die Schilderwelt, anders wahr und verharrt oft einen Moment, um ein Schild zu lesen. Und wenn man durch ist und es ganz entziffern konnte, klopft man sich selber auf die Schulter und sagt sich : heute abend hast du dir ne extra Büchse Asahi verdient!
Hier ein Beispiel aus Fukuoka auf meinem Fussmarsch am Strand.

Das Schild besagt:
"An die Benutzer des Parks am Meer.
1. Im Park sind folgende Punkte verboten:
- Camping, Grillen, Feuerwerke, Müllwegwerfen, Golf etc.
- Motoradfahren, Radfahren und Warenverkauf
- Benutzung von Jet-Ski und Motorboat
2. Für die Badende: um Unfälle zu vermeiden, bleiben Sie bitte nur 10 Minuten im Wasser.
Der Park gehört uns allen. Lasst uns die Manieren behalten.
Parkverwaltung"
Wer jetzt mit was lustigem gerechnet hat, den muss ich enttäuschen, das war hier ja nur ein Beispiel. Vielleicht könnte man lustig finden, dass das Schild gleichzeitig BBQ und Jetski verbietet. Wo bekommt man schon mal Verbotschilder mit einem derartig weitem Streungsgrad?
Am Abend dieses Schildes gabs dann auch die versprochene Dose Asahi bei den Yatai-Buden, die sogar gestern abend in einer Dokumentation auf Phoenix erwähnt wurden.
Aber als kleine Vorfreude für die Anhänger des lustigen Schildes: demnächst mehr hierzu!

Dienstag, 14. Oktober 2008

Hostessen - Gesellschaft aus dem Katalog

Eine der weichesten Stufen des japanischen Rotlicht-Milieus sind wohl die Hostessen-Clubs, die aber mit Prostitution nichts zu tun haben.

Vielleicht aber auch nur die oberste Stufe der Unterhaltungs-Branche, die ja auch ganz andere Dinge hervorgebracht hat. (Siehe: Panchiko)

Aber eigentlich geht dieser Beitrag nicht über die Clubs, sondern über die Anzeigenhefte, die es zu den Dingern gibt. An den Clubs, die gerne mal ein ganzes Haus belegen gibt es die Wandaushänge, die über die Belegschaft informieren, wie ein Kino oder Theater. Zusätzlich gibt es noch, zumindest noch einen weiteren Werbeträger.
An einer Strassenecke stand ein Zeitschriften-Ständer mit Werbeheftchen ähnlich den vielen Gratiszeitschriften mit Stellenanzeigen und Sonderangeboten, die man in japanischen Supermärkten und Konbinis so bekommt.

Wenn man sich getraut hat, das vermutlich anrüchige Heftchen zu nehmen (evtl. vorher nochmal einen Blick über die Schulter geschaut, ob die Luft rein ist, man rechnet irgendwie halb mit einer japanischen Praline-Version o.ä., kommt alles doch ganz anders.
Das Innere des Heftes lässt schnell die Augenbrauen runzeln und ist für einige Lacher gut. Neben einigen wenigen Anzeigenseiten für Fingernägel-Tuning besteht das ganze Heft aus ganz- oder doppelseitigen Anzeigen der Clubs, die dort Ihre Hostessen vorstellen bzw. vorzeigen.

Das mag man ja so noch hinnehmen, der wirkliche Brüller ist aber der wirkliche Inhalt. Seitenweise so gut wie identisch aussehende, meist beige-blondierte Tussen mit gleichgeschaltem Einheit-Makeup und Reklame-Lächeln ist dann doch zuviel des Guten. Wer soll die denn auseinanderhalten können?

Entweder gibt es keinerlei Zielgruppen-Unterscheidung in dem Sektor oder der japanische Geschäftsmann (der wohl die hauptsächliche Klienten dieser Clubs ist) tatsächlich so ähnlich gestrickt ("Ich geh nur in Clubs, wo es ausschliesslich Haartönung 34S hellbeige gibt"), das er wirklich nur die Gesellschaft des 0815-Shibuyagals inklusive Einheitshaartönung, Einheitslockenwelle und Aufklebe-Nägeln verlangt.
Das auch einige Seiten männlicher Hostessen enthalten sind, bemerkt man erst auf den zweiten Blick, da diese sich ähnlich stylisch präsentieren.

Wer sich jetzt noch fragt, was einen japanischen Hostessen-Club ausmacht, dem lege ich zum Ende noch diese Erklärung (von wikitravel.org/de/Japan hierher:
"Eine Besonderheit in Japan sind Hostess-Bars, die es in verschiedensten Variationen gibt. Nach einem Eintrittsgeld ab ca. 3000 Yen , darf man sich mit den Hostessen unterhalten und ihnen teure Drinks ausgeben. Man könnte Hostessen somit als eine Art moderne Geisha betrachten, oft sind es Studentinnen, die hier Ihre Studium finanzieren. Hostess-Bars sind beliebte Beschäftigung für japanische Geschäftsleute, die abends nicht nach Hause wollen und Geld übrig haben oder einfach nur Geschäftsfreunde unterhalten wollen/müssen/sollen. Oft gibt es Hostessen, die sich in bestimmten Fachbereichen gut auskennen (was wohl an dem hohen Anteil an Studentinnen liegt), beispielsweise Literatur, klassisches Theater oder Kunstegeschichte. Somit sind Hostessenbars eher ein Ersatz für fehlende soziale Bindungen der Klienten, werden japanische Manager oft im ganzen Land hin und her geschickt oder mal für 2-3 Jahre in eine andere Filiale an der anderen Küste."

Sonntag, 27. April 2008

Kennt die jemand? 2

In Fukuoka bin ich einem Filmteam begegnet, die einen kleinen Maedchen-Auflauf mit einem mitgebrachten Stargast zusammenbrachten und irgendwelche Interview-Skits fuers Fernsehen drehten.


Kennt den Kerl in der orangen Jacke jemand?

Freitag, 18. April 2008

Fukuoka Wedding Village

Wenn Kollege Martin die Odaiba Wedding Village einen Eintrag wert ist (hier) will ich mal nicht so sein und ergaenze mal die Fukuoaka Wedding Village.



*Update*: Anscheinend haben sich die japanischen Bauherren hierbei sehr stark an der Seebrücke Sellin orientiert.
http://www.seebrueckesellin.de/
Naja, es hat ja auch fast jede Stadt einen Eifeltrum hier, Tokyo sogar zwei.

Donnerstag, 3. April 2008

Yatai Buden

Wenn in Fukuoka die Sonne untergeht, oeffnen am Kanal die Yataibuden.


Sehr geiles Flair und natuertlich ausprobiert.
Hier die Fukuoka Ramen.

Und danach noch ein Spiess.


Nach dem Essen gehts mit dem Schnellzug zureuck nach Hiroshima.

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Cyborg Crab (Terminator-Kani)

In Fukuoka habe ich den cybernetischen Bruder der ganzen knallroten Krabben-Fassaden-Figuren entdeckt. Ob dieser Metal-Geselle allerdings Appetit darauf macht, seine Schale zu knacken und das weisse Fleisch (?) zu löffeln, weiss ich nicht.

Hanami Reservieren

Wer haette das gedacht, man kann sich in Fukuoka in einem oeffentlichen Park ein Plaetzchen fuers Hanami reservieren.

Schloss Fukuoka (福岡城)

Das Schloss Fukuoka (福岡城)ist nicht erhalten, es stehen nur noch Teile, aber erstens lag es auf dem Weg und zweitens war bestes Schloss-Wetter.

Fukuoka Tower (福岡タワー)

Der Fukuoka Tower(福岡タワー) ist 234 Meter hoch und man hat eine schoene Aussicht auf die Kueste.



Von Yokohama nach Fukuoka

Mein Gastspiel an der Ostkueste ist zuende, jetzt gehts ab in den Westen. Von Yokohama (a) nach Fukuoka (B). Ja, ich bin dann doch nach Fukuoka gefahren, das Wetter war so schoen, da hab ich in Hiroshima direkt den naechsten Schnellzug nach Fukuoka angehaengt.

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Yokohama, morgens um 6.00 Uhr