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Donnerstag, 9. September 2010

Tachikoma (タチコマ)

Hey, die Robobauer haben wieder zugeschlagen: jetzt gibts den lebensgroßen Tachikoma aus Ghost in the Shell - Stand Alone Complex (攻殻機動隊 STAND ALONE COMPLEX).

Er bewegt sich zwar noch nicht so flüssig wie das Original, aber es kütt.


Wem der Name tachikoma gar nichts sagt, dem ist wohl auf GitS und Section 9 ungekannt und nicht mehr zu helfen. Evtl. liest der aber hier gar nicht mehr.


So bis hierhin hatte ich schon beschrieben, da hab ich festgestellt, dass es schon einige Vorläufer der Real-Live-Tachikoma gab:



Eine Version in Haustiergröße:


Für die Fakes waren die Cosplayer zuständig: eine pummelige Major Katsuragi bringt ihren Pseudo mit zum Event:


Im Spiel Spore hat jemand sich einen Tachikoma gebaut:




Und als krönenden Abschluß noch dieses Tachikoma Tribute AMV (Anime Music Video):

Damit sollte jetzt der Name Tachikoma im Wortschatz angekommen sein und genug visuelle Unterschützung haben, um dort auch dauerhaft zu bleiben.


Quellen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Tachikoma
http://www.japanator.com/real-life-tachikoma-gives-me-a-damn-good-reason-to-start-slimming-down-10884.phtml

Sonntag, 13. September 2009

Wettrüsten

Das ist ja echt Pech. Da wird doch der Odaiba Gundam wieder abgebaut, bevor ich hin konnte. Warum lassen die den Kerl nicht stehen?


Aber der Nachfolger steht schon fast, leider in Kobe, einer Hafenstadt bei Osaka. Dort wird ein Tetsujin 28-gō (鉄人28号 - Eisenmann 28) hingestellt. Diese Figur stammt aus einem berühmten Manga von 1956, der auch in diversen Animeserien in Aktion treten durfte.



Das lassen sich jetzt die Süd-Koreaner nicht gefallen und fangen wohl nun mit einem Wettrüsten an. Der Roboter Taekwon V (로보트 태권 V), der in einem Roboter Themenpark in Incheon entstehen soll, wird dreimal so groß wie die New Yorker Freiheitsstatue sein.

Lustigerweise ist der Taekwon aus den 1970ern aber ne Kopie vom japanischen Original Mazinger Z (マジンガーZ) aber damals waren die Urheberrechte auf Roboter-Designs noch nicht so eng anscheinend. Oder das war ein klarer Fall von Industriespionage.

Ich kenne mich da nicht aus, übrigens auch nicht mit diesen ganzen Roboterserien, das ist alles gerade eben zusammen gesucht.
Vor ein paar Jahren habe ich aber mal eine ausführliche Aufstellung gesehen über die Größen von Mechas und Robotern, die ich aber nicht mehr finde. Fürs erste kann wird wohl diese Grafik ausreichen:



Quellen:
http://www.japanprobe.com/?p=12520
http://www.japanprobe.com/?p=12525
http://en.wikipedia.org/wiki/Mazinger_Z
http://en.wikipedia.org/wiki/Tetsujin_28-go
http://en.wikipedia.org/wiki/Robot_Taekwon_V

Dienstag, 28. Juli 2009

Apfelbot Kondo KHR-2HV

Das große Heer der iPhone-Beknackten hat einen König gefunden: ein Hobbybastler hat sein iPhone auf den Roboterbausatz Kondo KHR-2HV als Kopf gebaut und via Dock Connector reagiert der Apfel nun auf die Bewegungen seines Körpers mit der passenden Mimik.




"Using Robochan’s iPhone interface, the user can program it to function as an alarm clock, dance to music, and perform other moves based on user interaction."


Wer sich jetzt wundert, warum der Roboter den Porree schwingt: das stammt, wie auch der Ohrwurm-Soundtrack, von dem berüchtigten Loituma Girl- Clip, in dem Orihime Inoue aus der Serie Bleach das Gemüse rotieren lässt.

Das Lied selber "Ievan Polkka" stammt von einer finnischen Band Loituma, die mit durch das erwähnte Flashvideo sogar in die deutschen Chats einsteigen konnten.

Quellen:
Pink Tentacle: Mini Humanoid robot with iphone head
Roboporium: Der Bausatz Kondo KHR-2HV
Wikipedia: Loituma

Sonntag, 19. April 2009

Spinnen in Yokohama

1953, als die berühmten schwarzen Schiffe von US-Commodore Perry in Yokohama anlegten und eine Audienz beim Shogun verlangten, war Yokohama noch ein kleines Fischerdorf. Heute, 150 Jahre später, hat sich Yokohama zur drittgrößten Metropole Japan entwickelt. Anfang des Jahres hatte Yokohama 3.654.427 Einwohner, nur noch geschlagen von Tokyo mit 8.340.000.

Ende April wird in Yokohama also das 150-jährige Jubiläum gefeiert und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren (übrigens steht in Nara demnächst ein 1300-jähriges Jubiläum an, aber dazu komme ich später noch).
Als eine Attraktion wurde diese Woche eine Spinne aus Frankreich eingeflogen: die Cyper-Robo-Steampunk-Spinne der Performance Art-Gruppe "La Machine".

Selbst wenn die Spinne nicht in irgendein Kunst-Bimbam eingebunden wäre, finde ich das Teil sehr beeindruckend, leider habe ich es ja verpasst.
Am Freitagabend (17.4) gabs die erste Liveperformance des Biestes auf japanischen Boden in Yokohama vor dem berühmten roten Ziegel-Gebäude am Hafen.
Achja, für die Quartett-Spieler noch die Daten: 12-Meter Hoch und 37-Tonnen Schwer, 8 Beine.



Quellen und noch mehr Fotos von der Ankunft:
Japanprobe: Giant Spider invades Yokohama
Pinktentacle: Giant Robot Spider in Yokohama

Donnerstag, 16. April 2009

Formicula Kabutom MX-03

Gestern in der japanischen Fernsehsendung "Nanikore Chin Hakkei" vorgestellt, ein Japaner aus Ibaraki und sein liebstes Hobby.

Über den Zeitraum von 11 Jahren hat der Bastler in seiner Garage den Kabutom MX-03 zusammengebaut, einen 11 Mater langen und 15 Tonnen schweren Roboter-Käfer entworfen.

Er bewegt sich zwar mittels der Beine fort aber gestützt wird er dabei von Rädern. In seinem Rumpf können 4 Personen transportiert werden, gesteuert wird er entweder per Fernbedienung (oder per iPhone-App??) oder persönlich im Cockpit (war ja klar!).

Das hier beweisst erstens "Mechas sind möglich" und zweitens "Japan hat die größten Nerds großen Garagen".



Also, wenn Japan jemals wieder ein anderes Land angreifen sollte, sollten dort mindestens große Fliegenklatschen bereitstehen.

Quellen:
Japanprobe: Giant Japanese beetle robot
Altjapan: Mushi Mecha
Japanator: Real life giant kabuto mecha will invade the shores of America in future wars
Home Designing Weblog: リアル・タイムボカンですか? 巨大ロボ出現

Montag, 16. März 2009

Zombie Roboter HRP-4C

Vielleicht liegt es an meiner Sozialisation, einem Kindheitstrauma oder ich werde einfach nur alt. Dieser Roboter macht mir Angst.


Vielleicht liegt es am Gang, an der Art der Bewegung, an der Szene, der Kamera, dem Tempo, ach was weiss ich, aber irgendwie erwarte ich, wenn diese Cyber-Tante auf mich zumaschiert, kommt als nächstes sowas:

Und dann plötzlich, den Kopf schief gelegt und happs in meinen Hals. Aber ich habe wohl einfach nur zuviele Filme gesehen.

Okay. Der HRP-4C ist nicht weit entfernt von dem Bunraku Roboter von letztes, da kann mir doch niemand erzählen, dass das Ding nicht auch nach Menschen schnappen könnte!!!! Und Direktive 3, die es ihm verbieten könnte, hat man bestimmt auch nicht eingebaut.

Neben dieser Hakate-Hostess (vermutlich) sieht Frau Roboter wie eine zurückgebliebeneas Mauerblümchen aus. Bis sie den Mund langsam öffnet und....uaahhh

Lustig finde ich ja, dass diverse Japan-Blogs heute schneller mit dieser Meldung waren, als der Spiegel, der erst am frühen Abend damit ankam, was ich morgens um 6.50 schon in nem Blog gelesen habe.... Tja, wahrscheinlich hat der Spiegel einfach ausführlicher recherchiert.

Entwickelt hat das Monster das Nationale Institut für Fortgeschrittene Industriewissenschaft und Technik. Alle weiteren Daten bitte unten auf dem Link direkt beim Spiegel lesen, ich habe gerade Angst, mich noch länger mit diesem Fiech zu beschäftigen.


Die einzige Frage, die vielleicht noch zu klären wäre: Wo ist der USB-Port?

Quellen:
PINKTENTACLE: HRP-4c fashion model robot
SPIEGEL.de: ELEKTRISCHE ELFE-Japan baut das Robo-Model

Montag, 2. März 2009

Bunraku Kuchisake Onna Roboter (文楽口裂け女ロボ)

Bunraku(文楽) ist eine traditionelle Theaterform, ein Figurentheater. Bis zu 3 Puppenspiele spielen eine Figur. Enstanden ist diese Art des Theaters 1684 in Osaka.

WIKI: "Heute hat Bunraku den Status unberührbares kulturelles Erbe von der japanischen Regierung und wird besonders gefördert. Auch Bunraku-Darsteller und Puppenmacher können unter Japans Programm zur Bewahrung seiner traditionellen Kultur zu "Lebenden Kulturschätzen" erklärt werden."

Eigentlich wollte ich was zu diesem ziemlich creepigen Bunraku-Roboter sagen. Da könnte ich wirklich nachvollziehen, wenn 5jährige mitten im Puppentheater einen Schock fürs Leben bekommen. Der Roboter stammt von der World Expo 1970 in Osaka und war kürzlich im National Science Museum in Tokyo ausgestellt.




Aber vielleicht bin ich vorbelastet, denn der Roboter erinnert mich ziemlich an die japanische urbane Legende der Kuchisake Onna (口裂け女), links Mizuno Miki(水野美紀) in der Verfilmung von 2007. Laut der Legende hat diese Dame in der Heian-Zeit(794-1185) ihren Mann, einen Samurai betrogen und dieser hat ihr zur Strafe einmal das Katana durch den Mund gezogen. Soweit sogut. Bis heute noch existiert nur die Legende, das diese Gespaltener Mund Frau(口裂け女) in nebeligen Nächten durch die Gegend streift. Über den Mund trägt sie einen der weitverbreiteten Erkältungs-Schutzmasken. Wenn sie jemanden trifft, spricht sie diesen an und fragt:"Bin ich hübsch?". Hier gibt es nun viele Möglichkeiten, wie der Dialog weitergeht, aber wenige Versionen enden nicht damit, dass er Angesprochene aufgeschlitzt wird.

Während ich das hier schreibe, habe ich noch diese kurze Doku über die Kuchisake Onna(口裂け女) entdeckt:


WIKI: Kuchisake-Onna
WIKI: Bunraku
PINKTENTACLE: Bunraku puppet robots resurrected
TWITCHFILM: Kuchisake-Onna aka carved aka slit faced woman review

Samstag, 17. Januar 2009

Patlabor (パトレイバー)

Die Zukunft steht vor der Tür. Zumindest die ersten Patlabors(パトレイバー). Die Tokyo University of Agriculture and Technology hat diesen Hilfroboter als Unterstützung beim Rettich-Ernten entwickelt. Das Model wiegt aber erst läppische 25 Kilogramm, da ist also noch viel Spiel noch oben drin.

Er sieht auch noch nicht so cool aus, wie die fiktionalen Patlabors (hier beim realen Polizei-Einsatz), aber das kann ja alles noch werden:



Wer jetzt überhaupt nicht weiss, wovon ich hier rede:
PATLABOR ist ein portmanteau aus "patrol" and "labor" und bezieht sich auf das Manga-Anime-Fanchise Mobile Police Patlabor(機動警察パトレイバー), von der Gruppe HEADGEAR des späteren Ghost in the Shell(攻殻機動隊)-Produzenten Mamoro Oshii(押井守).
Der Manga erhielt 1991 den 36. Shogakukan Manga Award.
Quelle:
JAPANPROBE: Robot suit gives farmers extra strength
WIKi: Patlabor

Dienstag, 23. Dezember 2008

Geschichte des Prinzen Genji (源氏物語)

Das japanische Gegenstück zur Nibelungen-Sage ist die Geschichte des Prinzen Genji (源氏物語). Das Werk gilt als der erste psychologische Roman der japanischen Literaturgeschichte und wird im allgemeinen der Hofdame Murasaki Shikibu (ca. 978–ca. 1014) zugeschrieben.


Im Gegensatz zur Nibelungen-Sage gibts hier aber weniger Drachen und Tronjes.


Die Handlung folgt den Erlebnissen des Prinzen Genji, der am Hofe dem Lasterleben frönt und auch die Konkurbinen nicht unbeachtet lässt. Das ändert sich aber, als durch einen Machtwechsel im Kaiserhaus sein Familienzweig in die Verbannung geht.
Der Hörbuch-Version des 1000 Seiten Schmöckers haben einige Roboterbauer aus Kyoto einen Roboter entworfen, der das komplette Werk als MP3 über einen MP3-Player ausgibt und dazu passende Bewegungen auf dem Tisch vollführt.

Der Roboter trägt die Tracht der vermutlichen Autorin Lady Murasaki.


Vom Original-Text bis zum eigenen MP3-Roboter ist es ein weiter Weg.


Den Haken zu den Reisefotos schlage ich jetzt über diese Seite, die die Orte der Handlung (soweit nach 1000 Jahren noch vorhanden!) in ausführlichen Galerien würdigt:
Travel Guide to the World of Genji

Hier als Beispiele der Iwashimizu Hachiman-gu Schrein:

Und der Fluß Ritsu hinter den Grabstätten von Go-Toba and Juntoku:




Quelle:
Murasaki-bot recounts the world's (much debated) oldest novel
WIKI: Genji Monogatari

Montag, 8. Dezember 2008

Robo-Koch

Ich fand ja bei meinem Besuch in des Okonomiyaki-Ladens in Hiroshima, dass die Köchin an der Kochplatte, den ganz besonderen Flair des Ladens ausgemacht hat (natürlich in Teamarbeit mit den angetrunkenen Baseball-Fans!).
Das könnte demnächst Geschichte sein, wenn diese kleinen Lokale mit einem strombetriebenen Koch ausgerüstet werden:

Der Motoman SDA10, ein Industrie-Roboter der Firma Yaskawa Electric, demonstrierte auf der Next-Generation Robot-Fair (国際次世代ロボットフェア)in Osaka seine Fähigkeiten als Okonomiyaki-Koch.

Im internationalen Vergleich hat Japan die meisten Roboter pro menschlichen Arbeiter im Einsatz, im Jahre 2006 kamen auf 10.000 menschliche Arbeiter bereits 295 Roboter.
Aber zum Glück hat sich der Einsatz als Koch noch nicht durchgesetzt.
Golem: "Die wichtigsten Arbeiten, die die Roboter verrichten müssen, sind die Handhabung von Materialien und die Steuerung von Prozessen (35,4 Prozent), Schweißen (28,9 Prozent) und Montage (13 Prozent)."

Aber Roboter haben schon ihre Vorteile. Hierzu eine lustige Clip-Sammlung von Nanyo:


Quellen:

Yaskawa.co.jp: Motoman SDA10 - Main features

Motoman industrial robot cooks okonomiyaki

GOLEM: Die Maschinen kommen:
In Japan wird alle 15 Minuten ein Roboter in Betrieb genommen