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Donnerstag, 28. Oktober 2010

Von Shinjuku nach Hida Takayama

Der Bus von Shinjuku (新宿) nach Takayama (飛騨高山) fährt um 7.00 morgens in Shinjuku los. Das mag früh sein, aber dafür geht die Reise auch 5h30m.

Da will man möglichst früh los. Allerdings unterschätze ich erstmal, wie lange man von der Haustür bis zum U-Bahnsteig braucht und dass der Weg, den man IM Bahnhof Shinjuku zurücklegen kann, gut mal ne halbe Stunde dauern kann, nicht alles ist von allen Flecken dieses Riesegeflechts von Tunneln und Rolltreppen aus immer ausgeschildert.
Es artet dann doch in ein Gehetze aus, wie Ausgang West finden, wenn zwar Süd, Süd Neu, Ost und Nord ausgeschildert ist, aber West nicht? Klar auf den Hauptzweig irgendwie. Und dann sind morgens um 6:30 noch einige Gänge, die praktisch nicht zum Bahnhof gehören sondern zu den vielen Department Stores noch zugegittert. Und alles sieht anders aus, wenn die Lädeneingänge vergittert sind, man kann nicht abschätzen, ob man in eine Sackgasse läuft oder ob hinter der nächsten Tunnelecke doch der gewünschte Hauptgang auftaucht, ob man plötzlich vor nem Gitter steht oder man irgendwie im Kreis gelaufen ist. Orientieren an den Menschenströmen geht auch nicht, sohn schiet.

Naja, bin ja dann endlich doch noch rechtzeitig da und hab sogar noch Zeit im Konbini was zum Frühstück zu kaufen, nicht ohne mit dem Gepäck npaar Sachen aus dem Regal zu fegen. Da ich die Busfahrtkarte quer im Mund habe (wann hab ich mir das eigentlich angewöhnt?) nuschele ich nur irgendwas, was ich selber nicht verstanden hätte.
Busabfahrt pünktlich um 7:00 Uhr, die Durchsagen vom Band kommen in Japanisch, Englisch und Chinesisch. Zusätzliches vom Fahrer dann nur noch auf Japanisch. Von Shinjuku gehts direkt zur Autobahn, denke, es ist dieselbe, die wir letztes Jahr nach Karuizawa genommen haben. Wenn man erstmal den Moloch Tokyo (/Saitama) verlassen haben, wirds schnell bergig am Horizont und dann rechs und links der Fahrbahn.
Allerdings auch wolkiger. So ganz überrascht bin ich nun auch wieder nicht,die Wettervorhersage war ja eh nicht so dolle.
Zwischendrin ändert der Himmel auch mehrmals die Form und Konsistenz, er hält das ganze spannend, dieser Strolch.

Aber auf der Busfahrt habe ich ausgiebig Gelegenheit den Polarisationsfilter auszuprobieren, um Spiegelungen im Fenster aus den Bildern wegzudrehen, klappt überraschend gut.
Nach 2h30m ist dann die erste Pause mit 20 Minuten Auffenthalt. An der Autobahnraststätte (irgendwo bei Nagano) hats natürlich die üblichen Touristen-Mitbringsel-Stände (jedes Städtchen Japans hat ja eigene Gemüse und Gebäck-Arten in bunten Verpackungen und mindestens ein eigenes Ramen-Gericht!), hier aber zudem noch einen Starbucks, was ich super finde, einen heissen Frühstückskaffee hatte ich nocht nicht. Im Bus habe ich bi shierhin die zweite Folge von "An Idiot Abroad" mit dem grossartigen Karl Pilkington gekuckt, aber das nur Rande...


Nach der Weiterfahrt gehts nur noch kurz auf der Autobahn weiter, dann gehts runter und ab Matsumoto (es gibt ein Schild "Schloss Matsumoto 3km") gehts über die Landstrasse durch Apfelplantagen-Gebiet.
Ewig gehts durch diese apfelige Version von Hinterland, dann weiter in die Berge, durch die Berge (was die hier an Tunneln haben, ist nicht zu fassen) und über Serpentinen. Die Aussicht ist echt toll, da haben die Japanreise-Seiten schon recht, die die Reise mit "unbedingt tagsüber" titulieren.

Bei gutem Wetter sehe das ganze noch besser aus, aber ich will ja nicht mosern hier (noch mehr mosern hier)

Ein letzter Stopp nach 4h bei Gero Onsen, bevor der letzte Abschnitt der Reise beginnt. Und was wäre ein Onsen-Ort bzw. die Autobahnraststätte eines Onsen-Orts ohne Becken mit heissen Wasser.

Hier ist dann auch mal Zeit für einen Nikuman:

Endlich da: Bahnhof Hida Takayama.


PS: Hier sind die Busse pünktlicher als bei uns die Züge! Ach was sag ich, die streiken bei Euch ja eh gerade.

Sonntag, 24. Oktober 2010

Kabelkauf Yodabashi (ヨドバシカメラ)

Sonntag morgen - am ersten Tage schnell die vergessenen Kabel nachkaufen, nach Shinjuku muss ich ja eh, um den JR Rail Pass abzuholen, an Flughafen war mir die Schlange zu lang.

Vor dem Yodobahi Camera (ヨドバシカメラ) am Ost Ausgang ist alles mit iPad und iPhone aufgebaut, da sollte ich doch das Kabel iPhone nach USB kiegen. Zuerst aber das Netzwerkkabel (das von letzen Mal liegt zuhause in ner Kiste). Aber wo ist bloss das iPhone-Kabel. Doch einen Yodobashi-Angestellten fragen. Jetzt kommts! Der schickt mich doch tatsächlich ins Nachbargebäude und aus dem Laden raus. Und dabei steht da der ganze Apple-Driss rum.


Und vor dem Laden links daneben, der das Erdgeschoss mit Android-Werbefläche vollgestellt hat, soll das iPhone-Kabel sein....? ;-)
Naja, hab das Kabel ja da gekriegt, aber immerhin ist Sonntag und das Wundern sollte man sich abgewöhnen. Zumal auf einmal zwischen den Dauerwerbedurchsagen im Laden das ganze in bestem Deutsch erklang.


Der Himmel war tatsächlich so, muss mir mal ein paar Freeware-Himmel holen und die Bilder pimpen. Das versaut so das ganze fischeln!

Dienstag, 9. Juni 2009

Evangelion Pachinko (エヴァンゲリオンパチンコ)

Dass Evangelion in Japan dauerhaft seit den Neunziger Jahren hoch im Kurs steht, erkennt man auch an und in den Pachinko-Hallen. Dort ist immmer irgendeine Aktion oder Machine mit Evangelion-Bezug am Start. Es gehört wohl zum guten Ton immer ein Evangelion-Poster aushängen zu haben.
Hier Anfang April liefen sogar zwei Angestellte der Kette GAIA in Shinjuku in EVA-Piloten-Anzügen herum und verteilten Flyer.






Wer jetzt gar nichts damit anfangen kann: hier die gezeichneten Originale Asuka Langley Sōryū (惣流・アスカ・ラングレー) und Rei Ayanami (綾波 レイ):

Montag, 16. März 2009

Tokyo Marathon Live Stream

Jetzt habe ich auch eine iPhone-Post. Tut mir leid. Aber ein Lauf-Nerd namens Joseph Tame läuft beim Tokyo Marathon mit und hat sich sein iPhone auf die Stirn geklebt und will den ganzen Lauf streamen. Das muss ich ja nun wenigstens erwähnen.

Hier der Testlauf vom gestrigen Sonntag, von Shinjuku zum Kaiserpalast:

So, mehr sag ich nicht.

Da der arme Kerl weltweit in Blogs geklatscht wurde, hier seine Reaktion:


Quelle:
The daily mumble: iPhoning Japan Presents: Live-streaming the Tokyo Marathon with an iPhone strapped to my forehead

Dienstag, 3. März 2009

Kabukicho Mp3 Tour (オーディオの歌舞伎町)

Im Museum werden ja oft zusätzlich zu den Touren mit menschlichen Führer noch die Audio-Touren angeboten. Auf einer festen Route wandert der Besucher mit Kopfhörer durch die Hallen und hört sich die Führung an. Die Aufnahme gibt dem Besucher Anweisungen, wann er wo weitergehen soll und wo er stehen sollte, damit er den vollen Nutzen aus der Vorlesung ziehen kann.

Dasselbe Prinzip verfolgt die japanische Firma White Rabbit Press mit ihrem Kabukichō-Reiseführer.
Kabukichō(歌舞伎町) ist ein Teil Shinjukus, der vor allem als Rotlichtviertel bekannt ist. Der Name kommt von einem einst geplanten Kabuki-Theater, das aber nie gebaut wurde.

WIKI: "Kabukichō bietet eine Vielzahl von Entertainment-Betrieben, neben Hostessen-Bars auch Izakaya, Nachtklubs, Restaurants, Kinos, Karaoke-Bars, Love Hotels, und Spielhallen. Bekannt ist es vor allem durch die Hausfassaden voller Neonreklame."

Man erhält eine Audio-CD (63 Minuten) und eine kleine Karte, auf der die einzelnen Haltepunkte eingezeichnet sind. Die CD kann man sich auf einen MP3-Player seiner Wahl rippen und schon gehts los.
Naja, wir muessen noch was warten, bis die Kabukichō-Tour startet, aber letztens lag das Paket im Briefkasten und ich bin gespannt, was einem alles erzählt wird. Im Reiseführer steht meist nicht mehr als ein kurzer Abschnitt über diesen schillernden (vermutlich) Teil Shinjukus. Kabukichō ist der erste Teil einer geplanten Audio-Reiseführer-Reihe.

[UPDATE]: Das mit dem CD rippen kann man sich sparen, die Führung ist direkt nur als MP3 drauf, normales Audia WAV hat man sich gleich geschenkt.

Quelle:
Tokyo Real Time: Produktseite

Donnerstag, 25. September 2008

Rauchverbots-Aktionismus

Immer wenn ich in den paar Hundert Bildern klickere, entdecke ich eins, das mir erwähnenswert erscheint, damit die reisefreie Zeit dieses Blogs zu überbrücken.
In Shinjuku begegnete mir diese Gruppe, irgendwo zwischen Demonstranten und Reklame-Hanseln anzusiedeln. Laut ihren Schildern traten sie für das Rauchverbot auf den Gleisen ein (das steht zumindest auf dem Transparenten, ich bin aber gerade zu träge, um im Wörterbuch gegenzuchecken, aber gleichzeitig arogant genug anzunehmen, ich habe wohl zumindest so viel Recht, daraufhin hier einen Blogeintrag drüber reinzustellen).

Ob die Gruppe eine nerdige Minderheit war und in wie weit ihre Beine-in-den-Bauch-stehen-Aktion (der Herr ganz rechts zumindest findet die Aktion wohl sehr ermüdend!) von Erfolg gekrönt war, kann ich momentan schlecht nachprüfen. Vielleicht kann mal jemand kucken gehen und mir die Ergebnisse berichten.

[*UPDATE]: Jaja Matt, ich rede natürlich von dem Bahnsteig. Dort sind meist Raucherzonen, wie bei uns. Siehe hier: Starker Widerspruch

Samstag, 26. April 2008

Cyber Fassade

Hier noch eine schoene Fassade:

Kaiten-Zushi (回転寿司)

Zwar schonmal erwaehnt, aber hier noch mal genauer fuer Leute, die gar nix mit dem Begriff Kaiten-Zushi (回転寿司) oder Fliessband-Sushi anfangen koennen. Dem aufmerksamen Leser wird zudem auffallen, das im japanischen bei Zusammengesetzten Worten die erste Silbe des hinteren Wortes "weich" wird, also Sushi zu Zushi.
Hier einer in Shinjuku:

Im Grunde eine Weiterentwicklung der Essensausgabe in Kantinen sitzt man im Kaiten-Zushi an einer Theke und oberhalb des Tisches laueft ein Fliessband vorbei, das mit den Sushi Portionen gefüllt ist. Sushi bietet sich aufgrund der kleinen Einzelportionen sehr an für diese Art der Darbietung.

Man sitzt da also und holt sich vom Band, was man moechte, bis man satt ist. Bezahlt werden am Ende die Teller, die Teller, die man vor sich aufgestappelt hat.
Entweder haben die Teller einen Einheitspreis oder es gibt 3-5 verschiedene Tellermuster, die einer Preisklasse entsprechen.
Wenn die gewuenschte Sushi-Sorte mal rar auf dem Band ist, kann man die Sushi-Meister am jenseitigen Ende der Theke auch direkt mit Bestellungen belaestigen, die man dann direkt unter dem Band durchgereicht bekommt.
Hier war noch eine Besonderheit der Zapfhahn für heissen Tee, der an jedem Platz war.

Um noch einen besseren Eindruck für den Laien zu ermöglichen, hier ein kleines Youtube-Video aus einem Kaiten-Zushi:

Dienstag, 1. April 2008

Shinjuku (新宿) - alles normal

Auch in Shinjuku habe ich keine Spinner entdecken koennen.

Leider aber auch niemanden, der das Heineken-Dienstmaedchen gegeben hat.....

Montag, 23. April 2007

Shinjuku (新宿) bei Nacht

Shinjuku(新宿) bei Nacht ist wohl eine der klischeehaftesten Darstellungen von Japan im Ausland, aber wer bin ich, diese Beduerfnisse nicht auch zu bedienen.




Tokyo Metropolitan Government Building (東京都庁舎)


Das Tokyo Metropolitan Government Building (東京都庁舎), das mit seinen 48 oberirdischen Stockwerken und 243 Metern Höhe bis 2006 das hoechste Wolkenkratzer Tokyos war, wurde 1991 fertigestellt. Dann wurde es von den Tokyo Midtown Towers in Roppongi abgeloest (siehe gesonderten Post).




Wiki :"Häufig wird es auch Tokyo City Hall oder Rathaus von Tokio genannt, was nicht ganz korrekt ist, da Tokio keine eigenständige kommunale Einheit ist."

Man kann gratis in einen der beiden Tuerme fahren und die Aussicht ueber Tokyo geniessen, bei gutem Wetter sogar bis zum Fuji.