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Samstag, 10. Januar 2009

Käse in Refigita mit Morning Musume(モーニング娘)

Morning Musume(モーニング娘) ist eine japanische Girlgroup, ah nee, genauer gesagt "...ein 1997 gegründetes japanisches J-Pop-Girl-Unternehmen mit ständig wechselnder Besetzung. Die Gruppe ist eine der beliebtesten Japans, ihre Songs zeichnen sich durch fröhliche Melodien aus."

Also eine sich selber fressende Popstar-Casting-Show irgendwie, man braucht nicht mal jedesmal einen neuen Namen pro Gruppe erfinden, denn "..Die regelmäßig neu hinzu kommenden Mädchen sind meist nicht älter als 15 Jahre und werden in der Castingshow „Asayan“ ausgewählt. Da jedes Jahr neue Castings stattfinden, werden die jeweiligen Gruppenzusammensetzungen in jährliche „Generationen“ eingeteilt."

Soweit so gut. Dass es in japanischen Fernseh-Shows nicht gerade selten ist, dass man sich bis auf die Knochen blamiert, ist auch nicht neu. Da machen auch die Stars nicht halt. Ob Mitglieder von Morning Musume jetzt B-,C- oder Z-Prominenz ist, dazu fehlt mir doch das Fachwissen, aber lustig ist es aber auf jeden Fall.
Hier die Gruppe in einem gestellten Englisch-Unterricht. Es wird eine englische Vokabel vorgestellt, hier "Shock" und dann muss jemand eine Anekdote dazu erzählen und vor der Klasse dann das ganze auf Englisch wiederholen.
Sehr geil der Gaijin-Lehrer, der zwischendrin mal nicht mehr kann vor Lachen, so ausdauernd scheitert die Dame am Kühlschrank.

Fazit: Brüller!

Wer sich genauer über Morning Musume informieren möchte, hier der Wiki Link:
Wiki: Morning Musume

Samstag, 13. Dezember 2008

Schwarz-Weiss

Seitdem ich meinen neuen Fernseher habe, ist das Filmschauen ja mit vorher nicht mehr zu vergleichen. 40 Zoll ist schon was feines, mein Upscale-DVD-Player, der mir normale DVDs auf 1080p hochrechnet, hat sicher auch seinen Anteil am Gesamterlebnis.
Überraschenderweise sehen manche alten Schwarz-Weiss-Filme besonders schön aus.

Hatten mich zuerst einige alten Zatoichi-Filme nicht sonderlich beeindruckt, bin ich inzwischen ein Fan von Filmen von Yasujirō Ozu(小津 安二郎) geworden. Es mag an der Qualität der Criterion-Abtastungen liegen, aber das Bild ist dafür, dass es teilweise vor 60 Jahren gedreht wurde, echt geschmeidig.

Ozu (12.12.1903 - 12.12.1963) drehte über 50 Filme, von denen nur 35 erhalten sind. Er war sehr exzentrisch und perfektionistisch und galt als der japanischste Regisseur seiner Zeit.
Bis 1960 waren seine Filme außerhalb Japans unbekannt. Bekannt ist er für seine Kameraeinstellungen, meist statisch auf Hüfthöhe und seiner "Durchblicke" japanischer Häuser. Thematisch spielen seine Filme meist der japanischen Mittelschicht, beschreiben das hier und jetzt und die Veränderungen der japanischen Gesellschaft, was in seiner Schaffensperiode von 1927 bis 1962 wohl nicht wenige waren.

Ein wiederkehrendes Motiv sind auch Einstellungen von trockender Wäsche:

Ich empfehle auf jeden Fall auch die Audiokommentare, die sehr interessant sind und alles genauer in den historischen und innenpolitischen Kontext stellen.


Es besonderes Schmankerl ist es natürlich, wenn einige Orte auftauchen, die man selbst besucht und bebloggert hat.

Mehr zu Ozu gibt es hier bei Japankino Ozu Yasujiro


Aber was hat das nun mit Japan-Bildern zu tun? Eigentlich außer der erwähnten Meta-Ebene gar nichts. Ich hielt es nur für eine gute Einleitung für diese Seite, die ich jüngst entdeckt habe:

The Meiji and Taisho Eras in Photographs



Diese Seite der National Diet Library in Tokyo unterhält ein schönes Archiv an alten Fotografien, meist so um 1911 gemacht. Das ist zwar nochmals 30-40 Jahre vor Ozu, aber das tut dem ganzen ja nicht weh.

Samstag, 15. November 2008

Gunpla (ガンプラ) und das Portmanteau

Gunpla (ガンプラ) ist eine Abkürzung für "Gundam Plastic Model". Nein, wie ich gerade entdecke, ist Gunpla keine Abkürzung, sondern ein Portmanteau, wie der Engländer sagt. Das deutsche Gegenstück lautet Kofferwort, das mir irgendwie auch nicht geläufig ist.
Ein Kofferwort bezeichnet ein Kunstwort, das aus zwei anderen Worten zusammengesetzt wurde. Beispiele sind offensichtliche wie Teuro, Brunch und Jein oder Smog (Smoke + Fog), aber auch solche, die sich schon so eingebürgert haben, das man (zumindeste ich!) gar nicht auf die Idee kommt, sie dazu zu zählen wie Datei (Daten + Kartei). Gundam selbst ist wiederum ein Acronym (vor ner Minute hätte ich es noch Portmanteau bezeichnet und gestern als Abkürzung....), d.h. jeder Buchstabe steht für ein anderes Wort einer ausführlicheren Phrase.

Hierzu Wiki: "Während das Originale Mobile Suit Gundam und andere Serien im "Universal Century" Ära einen Gundam als "General Utility Non-Discontinuity Augmented Maneuvering (System) bezeichnet, so findet sich in Gundam SEED und Gundam SEED Destiny des "Cosmic Eras" der Begriff als Akronym für "General Unilateral Neuro-link Dispersive Autonomic Maneuver", "Gunnery United Nuclear-Duetrion Advanced Maneuver (System)" oder "Gigantic Unilateral Numerous Dominating Ammunition" wieder."
Wobei jetzt bestimmt auch noch das japanische 軍 (gesprochen:gun) für "Soldat, bewaffnete Truppen" Pate stand.

Aber zurück zum Gunpla.
Mobile Suit Gundam (機動戦士ガンダム)war und ist eine Anime-Serie aus dem Jahre 1979, die seitdem unzählige Ableger und alternative Erzählstränge hervorgebracht hat. Aktuell die zweite Staffel von Mobile Suit Gundam 00 (機動戦士ガンダム00(ダブルオー)) im japanischen Fernsehen.

Und dem Merchandise nicht völlig abgeneigt, natürlich noch Computer und Consolen-Spiele, Action-Figuren, die Plastik-Bausätze, um die es hier eigentlich gerade geht, Quartett-artige Kartenspiele und und und.

Die Geschichte:
Runtergebrochen handelt Gundam immer von dem Krieg der Zivilisation der Erde gegen eine ehemalige Kolonie oder umgekehrt. Also ganz die Britisch-Amerikanische Geschichte.
Es tauchen keine außerirdischen, nicht-humaniden Rassen auf und die Schlachten werden mit von Piloten besetzten Kampfrobotern ausgetragen, den "Mobile Suits".

Warum nicht einfach grossflächig Atombomben oder andere Massenvernichtungswaffen eingesetzt werden, wird oft mit Kernspaltung-Blockern erklärt, die eine der beiden Parteien einsetzt. Atomreaktoren funktionieren weltweit nicht mehr, was den Kampf auf andere Technologien ausweichen lässt. Das ist immerhin eine bessere Erklärung als bei Starship Troopers, nicht wahr, Herr Heinlein?
Dieser Rahmenhandlung wird oft noch eine Vielzahl an Nebenhandlungen und politischen Ränkelspiel beigemengt, die auch aktuelle Bezüge zur heutigen politischen Situation tragen zum Beispiel internationaler Terrorismus, um die richtige Gundam-Mischung zu erhalten. Es gibt zwar Helden und Bösewichter, aber eher keine Einteilung in Gut oder Böse. Beide Parteien haben nachvollziehbare Standpunkte.

Zum Gundam-Universum gibt es natürlich auch unzählige Modelle und Bausätze unterschiedlichster Größe und Form.


Vor allem in den unzähligen Figuren-Läden gibt es (natürlich nicht wirklich lebensgross aber zumindestesn in Menschengröße!) Gundam-Aufsteller. Hier links aber aus Asakusa, am Eingang einer Ladenstrasse.

Für weiterreichende Studien hier der Wiki-Eintrag zu Gundam:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gundam

Der zum Gunpla:
http://en.wikipedia.org/wiki/Gunpla

Und hier ein eigener Gunpla-Blog namens "Simmy and his Gundam-ism" :
http://simmysimsimsim.blogspot.com/

Samstag, 26. April 2008

Super Sentai - Power Rangers - Austellung

Von mir erst versehentlich aber im guten Glauben als Ultraman gepostet, wurde zum Glueck fix vom zustaendigen Schlussredakteur Holgov korrigiert. Ich mache einen Knicks

Das ist mir zu kompliziert, es selbst zu erklaeren, daher wieder mal das Wort an die Wiki: "Sentai (jap. 戦隊, Einsatztruppe) bezeichnet eine bestimmte Kategorie japanischer Fernseh- und Anime-Serien, bei denen die Hauptfiguren ein gemeinsam arbeitendes Team bilden, um gegen eine feindliche Organisation (meist aus Dämonen oder Aliens bestehend) zu kämpfen.

Sentai-Gruppen bestehen meistens aus fünf (seltener vier) Personen, die sich in Kampfsituationen in ein neues Alter Ego mit besonderen Fähigkeiten verwandeln können. Jeder Figur wird eine charakteristische Farbe und ein Symbol zugeordnet. Oft gehört zu einer bestimmten Farbe auch ein bestimmtes Element, aus dem der Kämpfer seine Kraft zieht.

Die erste Sentai-Anime-Serie war Kagaku Ninjatai Gatchaman aus dem Jahr 1972. Weitere bekannte Vertreter sind Saber Rider und die Starsheriffs und die Magical Girl-Serie Bishoujo Senshi Sailor Moon. Einige dieser Anime tragen sogar „Sentai“ in ihrem Namen, wie etwa Chojin Sentai Balatack oder Gasshin Sentai Mechander Robot.

Die erste Real-Sentai-Serie war Himitsu Sentai Goranger (Geheime Einsatztruppe Goranger) aus dem Jahr 1975, die auf einem Manga von Shōtarō Ishinomori (unter anderem Cyborg 009) basiert. Die in der westlichen Welt wohl bekannteste Sentai-Serie dürfte die unter dem Titel Power Rangers stark amerikanisierte Fassung der Super Sentai-Reihe sein."


In der Toei Eiga Mura jedenfalls gibt es eine ganze Halle mit lebensgrossen Figuren saemtlicher (oder nur vieler?) Super Sentai Besatzungen. Immer schoen datiert und der richtigen Inkarnation der Serie zugeordnet. Fuer diese Horden waere eine Bat-Hoehle nicht ausreichend, ein Albert erst recht nicht.

Auf jeden Fall ist diese Austellung was fuer Trekkies, oder?




Toei Film Park

Koeln Bocklemuend auf Japanisch: Extra mit dem Bus in Kyotos Nordwesten angefahren, was an fuer sich schon eine Erfahrung ist, das Erkundigen bei Mitwartenden an der Bushalte, ob er wirklich zur Filmstadt faehrt, aber sehr lustig.
Aber ob es sich wirklich lohnt, hier eine Auslug hin zu machen, lasse ich mal offen.

Auf jeden Fall ist hier nicht die Lindenstrasse nachgebaut, sondern eine kleine historische Stadt, in der Kostuemserien und Filme gedreht werden. Die aktuell hier produzierten Filme sind per Aushang verkuendet.

Anscheinend wurde auch die Okami(Lone Wolf & Cub)-Fernsehserie hier hergestellt.

Zwischen den Daechern gabs einen automatischen Krabbel-Ninja, der allerdings nicht so albern war, wie der Drache. Bei weitem nicht.


Das Museum ueber japanische Schauspieler und Regisseure ist dagegen nur was fuer Japaner, man kennt halt niemanden.
Zum anderen Museum siehe die anderen folgenden beiden Eintraege;-)

Sonntag, 20. April 2008

Fernsehserien

Japanische Fernsehserien sind normalerweise 11 oder 12 Folgen lang, mit Ausnahme der Taiga Dramen oder Endlosserien. Das führt dazu, das 4 mal im Jahr so gut wie alle Serien im Programm gleichzeitig auslaufen und komplett neue Serien starten. Wenn man zu dieser Zeit in Japan aufhaelt, kann man sich der Werbung fuer neue Serien kaum entziehen.
Last Friends:

Zettai Kareshi:

Pandora:

NHK und Taiga Drama

Der Sender NHK (jap. 日本放送協会 Nippon Hōsō Kyōkai, wörtlich: Japanische Rundfunkgesellschaft) ist der einzige oeffentlich-rechtliche Sender Japans. Hauptsitz in Tokyo in Shibuya, hat er aber im Lande zahlreiche Filialen.

Dieses Jahr habe ich es geschafft, in drei verschiedenen Staedten zufaellig vor einer Zweigstelle zu stehen. Meist haben diese Zweigstellen auch einen kleinen Merchandise-Shop.

In der Zweigstelle Fukuoka war gerade ein kleine Austellung zu dem frisch gestarteten Taiga Drama (大河ドラマ) Atsuhime (das 47. Taiga Drama seit 1963).

Taiga Drama sind historische Kostuem-Fernsehserien, die woechendlich ausgestrahlt und meist 52 Episoden haben. Meist halb fiktional, werden historische Personen und deren Leben & Epoche beleuchtet. Was jetzt nach Schmonzette klingt erreicht aber durchaus hohe Einschaltquoten und die Besetzung ist kann oft mehrere Stars aufweisen, aktuell gerade Miyasaki Aoi.

Dōmo-kun (どーもくん)

Dōmo-kun ist ein Mattkottchen des japanischen Fernsehsendern NHK.

Laut Wiki ist er "Dōmo-kun ist ein kleines, pelziges, braunes Monster mit schwarzen Augen und spitzen Zähnen. Unter japanischen Schulkindern hat es einen Bekanntheitsgrad von mindestens 90%.".

Zumindest in Kansai ist Dōmo-kun Merchandise auch weit verbreitet.



Ziemlich ueberraschend ist auch dieser Geselle hier sehr populaer: