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Montag, 16. März 2009

Obama läuft Osaka Marathon

Ja, richtig gehört. Barack Obama, Präsident der USA, lief gestern beim Osaka Castle Relay Marathon(大阪城リレーマラソン2009) mit. Da er direkt im Anschluß weiter zu einem Termin musste, lief er sogar in normaler Amtstracht.

Vermutungen, dass es sich nicht um den echten Barack Obama gehandelt haben soll, erwiesen sich als haltlos.

Unter den insgesamt 6000 Teilnehmern war auch der kürzlich in Rente gegangene Trommler-Clown vom Kuidaore(食い倒れ):



Quelle
Japanprobe: Obama running in Osaka

SANKEI-NEWS: 大阪城リレーマラソンが開催 6000人が汗流す

Montag, 2. März 2009

Matsuyamachi Samurai (松屋町の武士) -3-

Einige Minuten später, als ich den Umzug schon als erledigt verbucht hatte und in einem der Geschäfte Rüstungen besichtigt habe, kam der Trupp vor diesem Laden aufmarschiert. Daher hier nochmals ein Set Fotos aus der Perspektive des Geschäfts:

Der Ladenbesitzer wird herausgerufen, am rechten Rand wohl ein Interview der Presse.

Ein wenig auf den Knien um die Ehre zu erweisen.

Der Köcher ist gut bestückt mit Qualitäts-Pfeilen. Ich habe nichts anderes erwartet.

Am Ende reicht die Dame in Blau die Urkunde an den Laden weiter.

Ein Streit? Oder Teil des Programms?

Auf Kachelboden knien hätte man sich 1600 auch noch nicht träumen lassen.

Ein Lächeln in die Runde, immerhin wird geknippst.

Hmm, immer wenn wir kurz stehen bleiben kommen die Kameras....

Matsuyamachi Samurai (松屋町の武士) -2-

Im März wird jedes Jahr in Matsuyamachi(松屋町) ein kleiner Umzug veranstaltet. Die Angestellten dieser Läden schmeissen sich in die historischen Uniformen und machen einen Rundgang durchs Viertel und halten vor jeden dieser Spezial-Geschäfte an und verleihen dem Besitzer für seine treuen Dienste eine Urkunde. (Zumindest sah und klang es mir mich so.)

Gerade passend zum Anfang war ich vor Ort und hörte schon von weitem die Krieger aufmaschieren.

Trotzdem wurde sich an die Verkehrsregeln des 21. Jahrhundert gehalten, vielleicht weil auch das Fernsehen anwesend war und jeder der Krieger für eingeweihte eindeutig an der Uniform identifizierbar ist.

Da sie keine Kammellen schmeissen mussten, konnte der Zug ohne Verzögerung zum nächsten Ladengeschäft weitermarschieren.

Dort wurde eine kleine Szene aufgeführt, eine Mischung aus Karl May Festspiel, Cosplay und historischem Japanisch. Mit bebender Stimme wurde niedergekniet und der Anlass erklärt.

Die historische Genauigkeit machte allerdings Halt vor der Brille. Der Schnäuzer lenkt aber die meisten Blicke erfolgreich ab.

Natürlich gabs lauten Applaus zum Abschluss, man ist ja immerhin im Fernsehen.

Und auf gehts zum nächsten Geschäft, auf zu Toyota!


Hier ein kurzer Video-Eindruck des Ganzen:

Matsuyamatchi (松屋町) -1-

[Da er hier schon ewig zum Überarbeiten rumliegt, jetzt aber mal endlich ran, sonst ist echt schon ein Jahr rum. Also hier der Bericht aus 2008, Version 2]

Bei meinen Reisevorbereitungen habe ich es ja noch für eine Art Festival gehalten, aber es war eher eine Art schulterklopfendes Lob für die gute Arbeit.
Im Stadtteil Chūō-ku (中央区) in Osaka, zu Fuss erreichbar vom Schloss liegt die Matsuyamatchi Shopping Street(松屋町筋商店街).

In Matsuyamatchi(松屋町) reiht sich ein Geschäft fuer Samurai-Figuren, Helme und Nachbauten historischer Rüstungen an das Nächste. Da im japanischen Mittelalter jeder Offizier anhand seiner Uniform, dem Helm und dem Banner persönlich identifizierbar war, gibt es nicht wenige unterschiedliche Rüstungen. Zumal die japanische Geschichte nicht arm an Kriegerhelden, berühmten Generälen und Shogunen ist.


Gerade die kriegerische Sengoku Ära der streitenden Reiche(戦国時代) hat da einiges aufzubieten und jeder, der einmal in einem japanischen Museum die Wandgemälde zu einzelnen Schlachten gesehen hat, weiss was ich meine.

Die Vielzahl an unterschiedlichen Bannern und Uniformen ist nicht zu übersehen.


Quellen:
WIKI: Sengoku-Zeit

Mittwoch, 21. Januar 2009

Affe mit Bier

In Ost-Osaka lassen es sich die Gorillas der Gegend sehr gut gehen. Zumindest wirken sie zufriedener als die Artgenossen in Tokyo. Auch sind mir keine Polizeieinsätze bekannt, wie sie der Shibuya-Affe losgetreten hat.

Aber leider benehmen sich die Osaka-Gorillas manchmal abends wie die Salaryman. Beide hüpfen und kreischen durch die U-Bahn-Stationen, bis sie schliesslich im letzten Zug einschlafen....

Foto-Quelle:
SLEEPYTAKO: Booze Gorilla!

Freitag, 16. Januar 2009

Kartoffel IT

Welche Zielgruppe genau der Potato-PC ansprechen soll, ob er besonders ökologisch ist oder einfach nur lecker nach Pommes Rot-Weiß duftet (was man wohl höchstens 45 Minuten toll fände) oder ob nur einfach die Marketing-Abteilung mal so richtig auf die Pauke hauen wollte, habe ich mich damals gefragt, als ich dieses Schild hoch über den Dächern von Den Den Town entdeckt habe.
Hat nicht bei Jugend forscht irgendein Nerd 'ne Glühbirne mit ner Kartoffel zum Leuchten gekriegt? Damals als Glühbirnen noch erlaubt waren?

Auf dem zweiten Blick habe ich dann entdeckt, dass sich um ein Internet-Cafe handelte und da macht Potato irgendwie wieder mehr Sinn, denn die Kundschaft aus den Couch-Potatos zu rekrutieren, ist doch wirklich zukunftsträchtig.
Zumal die Menschheit ja eh Richtung Arkoniden-Demenz tingelt, was einer Kartoffel ziemlich nahe kommt.

Montag, 8. Dezember 2008

Robo-Koch

Ich fand ja bei meinem Besuch in des Okonomiyaki-Ladens in Hiroshima, dass die Köchin an der Kochplatte, den ganz besonderen Flair des Ladens ausgemacht hat (natürlich in Teamarbeit mit den angetrunkenen Baseball-Fans!).
Das könnte demnächst Geschichte sein, wenn diese kleinen Lokale mit einem strombetriebenen Koch ausgerüstet werden:

Der Motoman SDA10, ein Industrie-Roboter der Firma Yaskawa Electric, demonstrierte auf der Next-Generation Robot-Fair (国際次世代ロボットフェア)in Osaka seine Fähigkeiten als Okonomiyaki-Koch.

Im internationalen Vergleich hat Japan die meisten Roboter pro menschlichen Arbeiter im Einsatz, im Jahre 2006 kamen auf 10.000 menschliche Arbeiter bereits 295 Roboter.
Aber zum Glück hat sich der Einsatz als Koch noch nicht durchgesetzt.
Golem: "Die wichtigsten Arbeiten, die die Roboter verrichten müssen, sind die Handhabung von Materialien und die Steuerung von Prozessen (35,4 Prozent), Schweißen (28,9 Prozent) und Montage (13 Prozent)."

Aber Roboter haben schon ihre Vorteile. Hierzu eine lustige Clip-Sammlung von Nanyo:


Quellen:

Yaskawa.co.jp: Motoman SDA10 - Main features

Motoman industrial robot cooks okonomiyaki

GOLEM: Die Maschinen kommen:
In Japan wird alle 15 Minuten ein Roboter in Betrieb genommen

Samstag, 29. November 2008

Kapelle als Penthouse (ペント・ハウス会堂)

Als ich mir die Bilder, die ich vom Dach des Floating Gardens in Osaka gemacht habe, durchgesehen habe, habe ich das hier entdeckt.

Dieses Hotel hat sich den Gästen eine Kapelle (vermutlich) anbieten wollen. Und was liegt da näher, als einfach eine mit einzubauen. Einfach einen Themen-Raum innen passend einzurichten, ist ja nun auch wirklich langweilig, das macht ja jedes Love Hotel schon.

Oder aber es ist die Katholiken-Suite, superteuer aber dafür gesalbt.
Das müsste man mal näher klären.

Donnerstag, 27. November 2008

Angriff der Schalen-Tiere

Während Shibuya Probleme mit dem Affen hat, gibt es in Osaka Ärger ganz anderen Kalibers. Dort treibt sich seit einiger Zeit ein wilder Kani umher, der bislang jeglichen Versuchen, ihn einzufangen, entgehen konnte.

Das verdammte Viech entfleucht oft senkrecht die Wand hoch und zeigt den Verfolgern, was ne Schere ist.

Samstag, 22. November 2008

Assimiliertes Kentucky

Das Japan gerne Anglizismen durch den Wolf dreht, ist bekannt. Wer ist nicht schon dran verzweifelt von so manchem englischen Lehnswort eine Rückübersetzung zu versuchen.
Wenn man diese verdammten Katakana denn wenigstens endlich mal behalten könnte. Oder flüssig lesen. Das wär ja schon die halbe Miete! Aber ich drifte ab...
Eine ganz perfide Verwurstung (oder schon Verwüstung?) einer amerikanischen Ikone, ist mir hier in Osaka begegnet. In der Stadt der grossen Krebse ist nicht mal Colonel Sanders sicher:

Aber gegen einen Krebs kann ein Brathuhn ja nur verlieren.

Montag, 17. November 2008

Gemüse-Jungens

Dieses Lokal mit eher unorthodoxen (zumindest für unsere Breiten, wir müssen wohl eher an Mirakel-Wip denken bei sowas) Gemüse-Plastiken habe ich in Osaka in der Nähe der Osakako entdeckt.

Rein bin ich dann abends mal, da es nur 150 Meter vom Hotel entfernt war.


Ich muß allerdings eine Warnung aussprechen: So lustig die Jungs auch aussehen mögen, die Portionen hier sind echt mickrig und die Okonomiyaki sehr klein.

Montag, 10. November 2008

Namco City (ナムコ シティ)

In Umeda steht eine dieser riesigen Spielhallen, die Namco City, die zwar auch laut ist, aber meiner Meinung noch lange nicht an eine gleichgrosse Panchiko-Halle heranreicht.

Vielleicht liegt es daran, das die Maschinen nicht alle auf derselben Frequenz böllern, oder aber die labyrinthische Aufstellung der sehr unterschiedlichen Geld-Fress-Maschinen schluckt viel des Lärms. Nicht, das mich jemand falsch versteht: es ist trotzdem saulaut hier.
Dieses Modell stand ja früher bei uns in jeder Fritten-Bude, wo sind die Teile eigentlich alle hin? Habe lange keins mehr bewusst in einer Frittenschmiede wahrgenommen:

Absurderweise gabs hier drin auch ne Art virtuelle Wildwasser-Bahn:


Diese Teile kennt man bei uns mindestens aus Mr. Bean, wenn man noch nicht in Las Vegas war:


Wer noch genauer erfahren will, was für einen Kuddelmuddel es in diesen Kirmes-Hallen gibt, hier noch ein Youtube-Video dazu:

Donnerstag, 6. November 2008

Osaka Schreihals

Eine Berufsgruppe, die einem in Japan manchmal viel Spass bereitet, ist die der Reklame-Marktschreier. Wenn die normalen Werbehinweise nicht mehr reichen, es eine besonderer Aktion gibt oder einfach nur eine Arbeitskraft übrig ist, wird gerne vor dem Laden ein menschliches Megaphone postiert.

Mein heutiges Beispiel stammt aus Osaka, genauer gesagt dem Hankyu Ladenstrassen-Labyrinth. Als Christian und ich dort vorbeikamen, mussten wir schon lachen, da war der Gedanke, es mal kurz auf Video zu bannen, nicht mehr weit.



Am Ende des kurzen Clips, als die Kamera nach unten ausreisst, musste ich schon wieder lachen. Die Lautstärke ist original.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Glico 300 Meter Running Man

Die Firma Ezaki Glico Co., Ltd. (江崎グリコ株式会社) kurz Glico ist ein Süsswarenhersteller in Osaka, der unter anderem die berühmte Pocky Sticks herstellt. Das allererste Produkt aber war der Glico-Caramel, dessen Warenzeichen der sogenannte 300 Meter Running Man ist. Der Glico-Caramel enthielt genau 15.4 Kilokalorien, die Menge, die man verbraucht, wenn man 300 Meter rennt. Zumindeste nach der Formel für eine Person mit 1,65 Meter Körpergröße, 55 Kg Gewicht und die Strecke von 160 Meter (=8,21 Kilokalorien). Hochgerechnet auf die Strecke 300 Meter würden nach 1,88 Minuten dann 15,4 Kilokalorien verbraucht.

Einerseits ist das eine bescheuerte Herleitung für ein Markenzeichen, andererseits wäre wohl der Glico 160 Meter Running Man nicht so gerühmt geworden.
Lange Rede - kurzer Sinn. In Osakas Dōtonbori (道頓堀) (ich erwähnte es hier schon mal) steht seit 1919 eine grosse Glico 300 Meter Running Man - Werbewand (wohl zwischenzeitlich öfters mal modernisiert!), die anscheinend fast Walfahrtsstatus hat.

Hier ein Beispiel von japanischen Touristen, die dem kleinen Bruder, dem Glico 300 Meter Running Man - Automaten, huldigen.


Hier noch ein weiterer Blogger dazu:
http://uniquejapan.blogspot.com/2008/01/guriko.html

Freitag, 26. September 2008

Zoohandlung

Ich glaube, ein pinker Gorilla wäre in unseren Breiten fast das allerletzte Tier, das sich eine Zoohandlung als Maskottchen an die Fassade montieren würde, oder?
Ich finde, auch der beigefügte Hundewelpe hilft da nichts mehr.

Ich wünsche dem Laden ins Osaka, in der Nähe der Amerika Mura trotzdem alles Gute und hoffe (ich war leider nicht drin, um es zu prüfen), daß man ein reichhaltiges Sortiment an Hündchen und Affen vorweisen kann.

Mittwoch, 3. September 2008

Bahnhof Osaka Station(大阪駅)

Der Hauptbahnhof Osaka ist viel kleiner als beispielsweise der Bahnhof in Kyoto, einerseits weil die Shinkansen alle in Shin-Osaka einfahren und andererseits, weil der benachbarte Bahnhof Umeda viel wichtiger und vielseitiger als Verkehrsknotenpunkt ist. Laut Wiki ist Umeda die "busiest station in Western Japan, serving 2,343,727 passengers daily in 2005."

Daher ist auch das Bahnhofsgebäude der Station Osaka eher langweilig. Wenn man als Japan Rail Pass-Inhaber nicht immer am bequemsten in Osaka Station von der Osaka Loop Line zum Shinkansen in Shin-Osaka müsste, würde man hier wohl niemals durchkommen. Da hatte der Bahnhof kurz nach seiner Gründung im Jahre 1874 noch mehr Flair und irgendwie was vom "wilden Westen".

Interessanterweise war ich nach 2 Japan-Urlauben mit Besuchen in Tokyo auch noch nie im Bahnhof Tokyo. ;-)

Freitag, 8. August 2008

Wetterfrosch-Riesenrad am Tempozan (天保山)

Es ist ja immer wieder ueberraschend, was man im Nachhinein manchmal ueber Ort erfährt, an denen man im Urlaub war. Zum Beispiel das Reisenrad am Kaiyuukan in Osaka, das ich hier im Blog schon wegen der geilen Nachtoptik gewürdigt habe.

Wie ich jetzt erfahren habe, dient die nächtliche Beleuchtung als Wetterprognose für den folgenden Tag :
"The wheel has colored lights that provide a weather forecast for the next day. Orange lights indicate a sunny day, green lights a cloudy day and blue lights indicate rain."

Und wenn ich mich recht erinnere, war das grüne Licht tatsächlich korrekt.
Riesenrad bei Nacht

Freitag, 9. Mai 2008

Strassen-Knoten

Etwas ausserhalb der Stadtzentren geht es mit den Hochstrassen erst richtig los, hier im Hafen von Osaka:



Hier die zugehoerige Mautstation:

Und der die zugehoerige Bruecke:


Japan waere uebrigens DAS Land, falls den Designern von Lego Technik mal die Ideen ausgehen sollten.

Japanische Stadtplanung

Ein Bild, das jedem in Japan alle Nase lang begegnet, sind die Schnellstrassen- und Autobahn-Bruecken. Diese sind aber im Gegensatz zu mir gekannten Deutschen Grossstaedten meist mitten in der Stadt, hier einige Beispiele aus Osaka:

Aber anders waere das Verkehrsaufkommen wohl nicht zu bewaeltigen.