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Dienstag, 9. Juni 2009

Evangelion Pachinko (エヴァンゲリオンパチンコ)

Dass Evangelion in Japan dauerhaft seit den Neunziger Jahren hoch im Kurs steht, erkennt man auch an und in den Pachinko-Hallen. Dort ist immmer irgendeine Aktion oder Machine mit Evangelion-Bezug am Start. Es gehört wohl zum guten Ton immer ein Evangelion-Poster aushängen zu haben.
Hier Anfang April liefen sogar zwei Angestellte der Kette GAIA in Shinjuku in EVA-Piloten-Anzügen herum und verteilten Flyer.






Wer jetzt gar nichts damit anfangen kann: hier die gezeichneten Originale Asuka Langley Sōryū (惣流・アスカ・ラングレー) und Rei Ayanami (綾波 レイ):

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tag 2: Messe- Hostessen

Im direkten Vergleich zu den Hostessen letztes Jahr auf der Anime Fair sehen die Hostessen auf der Marathon-Messe etwas blasser aus.
Auf der Skala zwischen Uniform und Cosplay steht man diesmal näher an den Uniformen.

Beim Auschenken von dem Europäer völlig ungekannten Getränken:

Manchmal siehts aus wie eine Mischung aus Krankenschwester und Gundam-Bordcrew:

Immer konzentriert:

Aber kurze Höschen gibt es trotzdem.

Dienstag, 14. April 2009

Tag 1: Von Krise keine Spur aber viel Winke Winke

Von der bösen Krise scheint man in Ikebukuro noch nichts gehört zu haben.

Zumindest trifft man oft auf Baustellen, ob da ein Bau-Konjunkturpaket dahinter steckt? Eine Verschrottungspauschale? Wer ein altes Gebäude abreissen lässt und ein Neues baut, kriegt einen Sack Yen (oder Reis?) vom Staat dazu?

Hier wird eine Baulücke gefuellt, der Grundstueckspreis ist hoch und der Platz knapp.

Viele der Baustellen sind zusätzlich noch Aufhänger für einen typischen, japanischen Job, zumindest einen, den man sich aus dem großstädtischen Strassenbild nicht mehr wegdenken kann: die Verkehr-Einwinker.

Sicherheit geht in Japan vor und ein bisschen was für die Arbeitslosen-Statistiken wird wohl auch getan. Bewaffnet mit mindesten einem grellen Plastik-Stab, umstehen sie die Baustelle und kümmern sich fast persönlich um jeden, der vorbei muss oder möchte.


Die Einwinker stehen beizeiten auch an völlig normalen Straßen, ZUSÄTZLICH zu einer Ampel UND einem Zebrastreifen. Da wurdert es echt, dass Japans Innenstädte digitale Verkehrsunfall-Anzeigen haben. (siehe dazu hier: Unfallstatstiken

UPDATE[15.04.09]: Gerade hab ich die Sicherheit an den Baustellen durch den Overkill-Einsatz von Winkern hervorgehoben, da kippt auch schon ein Baukran um:

crane
Uploaded by takatosh2

Der 3 Tonnen Kran Baukran mit ungefähr 27-Meter-Arm kippte vormittags um 11.10 Uhr mitten in Tokyo (Chiyoda) auf die Schnellstrasse 20 (Route 20). Er quetschte einen LKW mit 3 Insassen ein, die aber gerettet werden konnten. Der Kranfahrer und ein Fussgänger sind aber noch bewusstlos.

Quelle:
Japanprobe: Construction crane tips over in Tokyo

Sonntag, 7. Dezember 2008

Konkurrenzkampf (場所取り)

Noch ein Eintrag, der ewig hier als Entwurf rumlag, da ich nicht wusste, was damit anzufangen ist. Aber ich habe gestern Keiko gefragt; zur Sicherheit, damit ich nicht völlig falsch liege. Ursprünglich war der Name auch "Nochmal Strassenstrich".

Diese Dame in Hiroshima ist eine Kollegin von der häufig den Verkehr einwinkenden Verkehrspolizei. Ob Sie allerdings bei der Polizei angestellt ist, halte ich für fraglich. Auf jeden Fall stand sie an dieser Strassenecke und hat den Verkehr eingewunken und die Fussgänger über die Strase gelotst.

Den Aufzug die jungen Lotsin erkläre ich mir so, dass in Hiroshima einzelne Strassenecken und Übergänge in einem Konkurenz-Verhältnis zueinander stehen, wer die meisten Fussgänger über die Strasse schafft. Um in diesem harten Konkurenzkampf zu bestehen, versucht diese Lotsin es über die "MOE"-Schiene.

Naja, ich bin über diesen Zebrastreifen rübergegangen.

Donnerstag, 13. November 2008

Wahlenwerbung in Japan

Pünktlich zum Ende des US-amerikanischen Wahlkampfes und vor dem Beginn des deutschen Wahlkampfes hier ein Ausflug nach Japan:
Das Japan einen Kaiser hat, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es trotzdem eine Parlamentarische Monarchie ist. Es hatte ja im Shogunat auch immer einen Kaiser nebenbei, der sich aber damals weniger mit Nackten rumschlagen musste ;-)
Der Premierminister wechselt zwar alle paar Wochen, aber sollte auch nicht drüber hinwegtäuschen, dass Japan sich auch an das Prinzip der regelmässigen Wahlen hält.
Hier in Yokosuka im April 2007 wurde gerade das Rathaus neu besetzt. Ob das alles Kandidaten für das Amt der Bürgermeisters waren, weiss ich nicht, aber auf jeden Fall, sind das hier weit mehr Kandidaten, als in Deutschland. Das lässt auf regionaler Ebene eine politische Splitterparteien-Fülle wie einst in der Weimarer Republik vermuten.

Anderseits sind sie hier schön nebeneinander geklebt, was ein aus-dem-Weg-gehen der Wahlwerbung viel einfacher macht, als beispielsweise in Deutschland, wo jeder Baum dran glauben muss und jeder Laternen-Pfahl ein schönes Poster kriegt.
Weniger gut aus dem Weg gehen kann man den Wahlkämpfern. Die übertönen manchmal selbst der lautesten Verkehr, wie hier stellvertretend für wohl alle Städte im März 2008 in Umeda/Osaka:


Das schlimme ist aber, das diese Wahlmobile auch rumfahren und ihre Botschaften in jeden Block reinrufen.

Ob dasselbe wieder rausgerufen wird, lasse ich mal offen.

Donnerstag, 6. November 2008

Osaka Schreihals

Eine Berufsgruppe, die einem in Japan manchmal viel Spass bereitet, ist die der Reklame-Marktschreier. Wenn die normalen Werbehinweise nicht mehr reichen, es eine besonderer Aktion gibt oder einfach nur eine Arbeitskraft übrig ist, wird gerne vor dem Laden ein menschliches Megaphone postiert.

Mein heutiges Beispiel stammt aus Osaka, genauer gesagt dem Hankyu Ladenstrassen-Labyrinth. Als Christian und ich dort vorbeikamen, mussten wir schon lachen, da war der Gedanke, es mal kurz auf Video zu bannen, nicht mehr weit.



Am Ende des kurzen Clips, als die Kamera nach unten ausreisst, musste ich schon wieder lachen. Die Lautstärke ist original.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Berufswunsch: Hostess

Wie ich auf Hinweis von Martin auf dieser Seite entdeckt habe
http://www.japanprobe.com/?p=6612
gibt es eine kürzlich eine Umfrage bei japanischen Frauen zwischen 15 und 22 Jahren nach deren Wunsch-Beruf. Hier ein Screenshot aus "Asahi TV news":


Auf der Rangliste steht auf Position 9 (22.3%) die Hostess (siehe hier: http://tenkygaii.blogspot.com/2008/10/hostessen-katalog.html). Die restliche Rangliste der Wunschjobs besteht aus
1) Musiker
2) In der Musikindustrie
3) Verkäufer im Gemischtwarengeschäft
...
9) Beamter

Also ist die Arbeit als Hostess zumindest beliebter als der Einsatz fürs Heimatland als Staatsbeamter. Und wohl auch besser bezahlt.

Wie sieht es in Deutschland aus?
Hier eine Rangliste von Schülern in einer Umfrage des Trendence-Instituts von 2006:

1) Polizei
2) ZDF
3) Bundeswehr
4) Porsche AG
5) Deutsche Lufthansa AG

Quelle: http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,438716,00.html

Hhm, irgendwie ähnlich bescheuert, mit Lufthansa ist ja wenigstens der "Pilot" dabei, mit Porsche AG der "Rennfahrer" aber weit und breit keine Spur vom "Lokführer" oder "Tierarzt".

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Alles Betrug - Automaten-Fake

Ich habe ja hier schon über die vielen Getränke-Automaten berichtet, die die Flüssigkeitsversorgung der japanischen Bevölkerung sicherstellen, immer und überall.
Anscheinend muss man die Zahlen der aufgestellten Autometen aber runterrechnen, da ich und wer weiss wer noch alles, bei der Einschätzung der Anzahl dieser nützlichen Maschinen einer üblen Täuschung aufgesessen sind. Es sind vermutlich eine nicht geringe Zahl der Automaten gar keine Maschinen, die sogar zwischen Kalt- und Warmgetränken unterscheiden können, sondern Menschen im Automaten-Anzug, die sich so Geld dazuverdienen.

Wie weit ist die Entwicklung der künstlichen Intelligenz wirklich? Gibt es überhaupt echte Getränkeautomaten?
Ist der Ruf der Japans als Roboterland auf ähnlichem Wege erschwindelt?

Dienstag, 14. Oktober 2008

Hostessen - Gesellschaft aus dem Katalog

Eine der weichesten Stufen des japanischen Rotlicht-Milieus sind wohl die Hostessen-Clubs, die aber mit Prostitution nichts zu tun haben.

Vielleicht aber auch nur die oberste Stufe der Unterhaltungs-Branche, die ja auch ganz andere Dinge hervorgebracht hat. (Siehe: Panchiko)

Aber eigentlich geht dieser Beitrag nicht über die Clubs, sondern über die Anzeigenhefte, die es zu den Dingern gibt. An den Clubs, die gerne mal ein ganzes Haus belegen gibt es die Wandaushänge, die über die Belegschaft informieren, wie ein Kino oder Theater. Zusätzlich gibt es noch, zumindest noch einen weiteren Werbeträger.
An einer Strassenecke stand ein Zeitschriften-Ständer mit Werbeheftchen ähnlich den vielen Gratiszeitschriften mit Stellenanzeigen und Sonderangeboten, die man in japanischen Supermärkten und Konbinis so bekommt.

Wenn man sich getraut hat, das vermutlich anrüchige Heftchen zu nehmen (evtl. vorher nochmal einen Blick über die Schulter geschaut, ob die Luft rein ist, man rechnet irgendwie halb mit einer japanischen Praline-Version o.ä., kommt alles doch ganz anders.
Das Innere des Heftes lässt schnell die Augenbrauen runzeln und ist für einige Lacher gut. Neben einigen wenigen Anzeigenseiten für Fingernägel-Tuning besteht das ganze Heft aus ganz- oder doppelseitigen Anzeigen der Clubs, die dort Ihre Hostessen vorstellen bzw. vorzeigen.

Das mag man ja so noch hinnehmen, der wirkliche Brüller ist aber der wirkliche Inhalt. Seitenweise so gut wie identisch aussehende, meist beige-blondierte Tussen mit gleichgeschaltem Einheit-Makeup und Reklame-Lächeln ist dann doch zuviel des Guten. Wer soll die denn auseinanderhalten können?

Entweder gibt es keinerlei Zielgruppen-Unterscheidung in dem Sektor oder der japanische Geschäftsmann (der wohl die hauptsächliche Klienten dieser Clubs ist) tatsächlich so ähnlich gestrickt ("Ich geh nur in Clubs, wo es ausschliesslich Haartönung 34S hellbeige gibt"), das er wirklich nur die Gesellschaft des 0815-Shibuyagals inklusive Einheitshaartönung, Einheitslockenwelle und Aufklebe-Nägeln verlangt.
Das auch einige Seiten männlicher Hostessen enthalten sind, bemerkt man erst auf den zweiten Blick, da diese sich ähnlich stylisch präsentieren.

Wer sich jetzt noch fragt, was einen japanischen Hostessen-Club ausmacht, dem lege ich zum Ende noch diese Erklärung (von wikitravel.org/de/Japan hierher:
"Eine Besonderheit in Japan sind Hostess-Bars, die es in verschiedensten Variationen gibt. Nach einem Eintrittsgeld ab ca. 3000 Yen , darf man sich mit den Hostessen unterhalten und ihnen teure Drinks ausgeben. Man könnte Hostessen somit als eine Art moderne Geisha betrachten, oft sind es Studentinnen, die hier Ihre Studium finanzieren. Hostess-Bars sind beliebte Beschäftigung für japanische Geschäftsleute, die abends nicht nach Hause wollen und Geld übrig haben oder einfach nur Geschäftsfreunde unterhalten wollen/müssen/sollen. Oft gibt es Hostessen, die sich in bestimmten Fachbereichen gut auskennen (was wohl an dem hohen Anteil an Studentinnen liegt), beispielsweise Literatur, klassisches Theater oder Kunstegeschichte. Somit sind Hostessenbars eher ein Ersatz für fehlende soziale Bindungen der Klienten, werden japanische Manager oft im ganzen Land hin und her geschickt oder mal für 2-3 Jahre in eine andere Filiale an der anderen Küste."

Donnerstag, 25. September 2008

Rauchverbots-Aktionismus

Immer wenn ich in den paar Hundert Bildern klickere, entdecke ich eins, das mir erwähnenswert erscheint, damit die reisefreie Zeit dieses Blogs zu überbrücken.
In Shinjuku begegnete mir diese Gruppe, irgendwo zwischen Demonstranten und Reklame-Hanseln anzusiedeln. Laut ihren Schildern traten sie für das Rauchverbot auf den Gleisen ein (das steht zumindest auf dem Transparenten, ich bin aber gerade zu träge, um im Wörterbuch gegenzuchecken, aber gleichzeitig arogant genug anzunehmen, ich habe wohl zumindest so viel Recht, daraufhin hier einen Blogeintrag drüber reinzustellen).

Ob die Gruppe eine nerdige Minderheit war und in wie weit ihre Beine-in-den-Bauch-stehen-Aktion (der Herr ganz rechts zumindest findet die Aktion wohl sehr ermüdend!) von Erfolg gekrönt war, kann ich momentan schlecht nachprüfen. Vielleicht kann mal jemand kucken gehen und mir die Ergebnisse berichten.

[*UPDATE]: Jaja Matt, ich rede natürlich von dem Bahnsteig. Dort sind meist Raucherzonen, wie bei uns. Siehe hier: Starker Widerspruch

Sonntag, 27. April 2008

Wandermoench

Immer wieder vereinzelt trifft man in Japan auf betenden Moenche, die an einer Strassenecke stehen. Anscheinend den ganzen Tag.

Anime Fair Hostessen Teil 2

Auf speziellen Wunsch von Holgov und einem lauten Ruf nach mehr Hostessen hier noch ein Beitrag zu diesem schoenem Thema:




Dienstag, 22. April 2008

McDonalds-Strassenstrich

Noch ein Fall fuer die Rubrik: "In Deutschland haette man laengst einen Betonsockel gekauft."

Aber es gibt auch Stellen ohne Splittergefahr:

Montag, 21. April 2008

Megaphone

Da der Handymarkt wohl auch in Japan zunehmend gesaetigt sein wird, schicken auch die Hanydfirmen ihre Truppen in die Schlacht. Hier eine kunterbunte Auswahl aus dem Jahre 2007.


Sonntag, 20. April 2008

Reklame-Schreier

In den Strassen Japans trifft man haeufig auf die Flyer-Verteiler fuer Friseure, Restaurants, Rabatte oder Neueroeffnungen.

Wobei manchmal die Grenzen zum Cosplay fliessend sind.

Ein Stufe darueber und stehen die value-added-Service-Flyer: man bekomt keine Flyer sondern ein Paeckchen Taschentuecher, die Packung mit der Reklame bedruckt.
Wenn man es geschickt anstellt, muesste man es in Japan schaffen, sein ganzes Leben nicht ein Taschentuch kaufen zu muessen.

Karaoke-Strassenstrich

Japan ist ein Land von Karaoke-Fans, das ist bekannt. Die Karaoke-Bars, wie sie bei uns sind, findet man zwar auch, aber eher selten. Meist sitzt man nicht in einer grossen Bar zusammen, sondern mietet sich einen eigenen kleinen Raum, je nachdem, wie gross die Gruppe ist. Da Karaoke-Clubs selten im Erdgeschoss sind, stehen meist Angestellter dieser Klubs auf der Strasse.

Diese erkennt man, wenn sie nicht gerade ein Schild halten, an dicken Regenjacken. Meist sind sie per Funk mit den Clusb in Verbindung und vermitteln die Raeume an Interessenten.

Freitag, 18. April 2008

Nachtbaustelle

In Japans Metropolen ist der Platz im Verkehr sehr rar. Daher werden, sofern moeglich, Baustellen oft nur Nachts hochgezogen und sind am Morgen wieder verschwunden, wie hin mitten in Tokyo.

Das hat den Vorteil, das der Verkehr nicht behindert wird. Alles kann man natuerlich nicht so durchziehen, aber diese Nachtbaustellen sind beliebt bei Leuten, die dringend Geld brauchen. Und wenn es nur eine Stelle als Lampenschwenker ist.

Arbeitsplatz

Manchmal wundert man sich doch, wenn man so durch Japan spaziert, was fuer Taetigkeiten, die es bei uns nicht mehr gibt oder vermutlich noch nie gab, es hier anzutreffen gibt.

Als erstes fallen die vielen Verkehspolizisten auf, die an Kreuzungen und Fussgaenger-Uebergaengen den Verkehr regeln.




Oder diese Dame, die wild mit der Fahne an der Ampel wirbelte, um einen Kunden(?) herzulotsen.