Freitag, 29. August 2008

Ausflug auf die Halbinsel Izu (伊豆半島)

Im April 2007 sind Christian und ich, um den Moloch Tokyo zu verlassen und mal Natur zu sehen, an die Küste gefahren. In der Mitte unseren Tokyo-Blockes sind wir daher in Richtung Izu(伊豆半島) aufgebrochen.

Izu ist eine Halbinsel im Süden von Tokyo, die Verkehrsanbindung ist ganz okay, zumal Izu ein beliebtes Ausflugsziel wegen der vielen Onsen ist.

Von Shinjuku gings erstmal über Atami(熱海市) nach Ito(伊東市). Im Reiseführer ist zwar immer Shimoda(下田市) an der Südspitze empfohlen, aber das war uns dann doch zu weit.

In Ito angekommen, ist dann alledings klar, warum man nach Shimoda weitergeschickt wird. Ito ist wenig einladend, wenn nicht sogar abschreckend. Der Effekt wird noch verstärkt, wenn man gerade aus Tokyo kommt.

Einzig die Wellenbrecher und die Trockengitter lohnen den Blick.


Enttäuscht entdecken wir dann aber den Busbahnhof und nach einer wirklich lustigen Konversation mit der Angestellten vom Busbahnhof, die wohl zu gleichen Teilen superstolz und supererleichtert war, als ich endlich wieder weg war, setzen wir uns dann in den Bus nach Jogasaki(城ヶ崎), eine halbe Stunde südlich von Atami.
Von da beginnt dann unser kleiner Marsch nach Jogasaki Coast.



Das erste Stück geht noch an der Strasse lang, aber dann entdecken wir einen Wanderweg, der direkt am Meer entlang verläuft.

Direkt in den Felsen wird ganz schnell aus latschen wandern und glücklicherweise haben wir auch noch den sonnigsten Tag unseres Urlaubs erwischt.


Wir merken erstaunlichweise aber erst am Ende, wieviele Leute tatsächlich hier unterwegs sind, auf dem Wanderweg sind wir fast alleine unterwegs.


Das Ziel, den Jogasaki-Leuchtturm (den wir aber überhaupt gar nicht geknippst haben anscheinend) erreicht man erst über die Hängebrücke.




Auf dem Wanderpart des Rückwegs haben wir dann noch knapp einen Bus verpasst, und später noch einen Zug, weil wir aufs falsche Gleis gelaufen sind. Tja, man kann nicht immer gewinnen.

Hier ein Fotoalbum von einer Laura, die ungefähr dasselbe gemacht hat, allerdings in Regen und auch Sie hat kein eigenes Bild des Leutchturms.
http://lauramertz.multiply.com/

Planbauten

Das in Japan auch der letzte Winkel gerne mal bebaut wird, bevor man einen Quadratmeter Grundfläche verschwendet, habe ich ja hier an einem Beispiel aus Kyoto gezeigt:
Architektonischer Winkel

Ungefähr das Gegenteil hier in Tokyo: Man baue möglichst eng, um den leerstehenden Platz drumherum nicht zu stören.


Da wundert es kaum, das die Grundstückspreise in Tokyo so hoch sind.

Akihabara (秋葉原)

Akihabara (秋葉原) zählt neben Shinjuku und Shibuya wohl zu den bekanntesten Stadtteilen Tokyos und das nicht nur bei Techniknerds oder Animefreaks. Auch bekannt unter dem Namen Akihabara Electric Town (秋葉原電気街) oder Akiba liegt nördlich vom Bahnhof Tokyo. Auf auffälligsten sind die vielen Leuchtreklamen.

Wiki: "In Akihabara gibt es viele Otaku. Für Fans von Videospielen gibt es zahllose Second-Hand-Geschäfte und die achtstöckige "Sega World". Aber auch im Bereich Anime, Manga und Merchandise ist Akihabara eine zentrale Anlaufstelle. So haben hier nicht nur größere Ketten wie animate, Gamers und Mandarake ihre Zweigstellen, es finden sich auch viele Einzelhändler.


Bedingt durch die hohe Anzahl an Otaku, befinden sich in Akihabara viele Cosplay-Cafés, in denen die Kellnerinnen als Dienstmädchen (メイド, meido) verkleidet sind. Des weiteren gibt es einen Friseur und ein Casino dieser Art. Im Bahnhof und Geschäftsbereich sieht man häufig junge Mädchen, die in Kostümen von Animecharakteren (Cosplay) Werbebroschüren verteilen."


Laut einer Umfrage der japanischen Tourismusbehörde aus dem Jahr 2003 suchen 6,6 % aller Japanbesucher Akihabara auf. Was ich eigentlich für sehr niedrig halte. Aber andererseits ist es eine Unfrage auf für komplette Land.
In letzter Zeit versucht die Stadt Tokyo aber die Otaku-Kultur aus Akihabara zu verdrängen, mit vielen Büroneubauten in der Gegend will man einierseits die Grundstückpreise in die Höhe treiben und andererseits einen Business-District züchten.

Zu trauriger Berühmtheit gelangte Akihabara durch das sogannte Akihabara Massaker (秋葉原通り魔事件) , als im Juni 2008 ein LKW-Fahrer mit seinem Fahrzeug in eine Menschmenge reinfuhr und anschliessend die Umstehenden mit einem Messer attakierte.
Näheres hier

Harajuku (原宿)

Damit der Blog nicht völlig brach liegt, hier nochmal ein bisschen retro-blogging mit Bildern von 2007:

Der Stadtteil Harajuku liegt zwischen Shinjuku und Shibuya und ist am besten von der Haltestelle "Harajuku" (HAHA) aus zu erreichen.


Wiki: "Harajuku ist vor allem bei jungen Japanern beliebt und gilt mit seinen vielen Läden und Boutiquen als eines der wichtigsten Modezentren Japans. Die kleine Einkaufsstraße Takeshita-dōri und der Harajuku-Abschnitt der Meiji-dōri sind die wichtigsten Einkaufsmeilen. Die hier vorwiegend angebotene, etwas punklastige Jugendmode gab einem eigenen Stil, dem Harajuku-Kei, den Namen."


Mindestens Samstags Vormittags soll der Platz vor dem Bahnhof (übrigens liegt auf der Gegenüberlegenden Seite direkt der, oder besser: einer der Eingänge zum Meiji-Schrein) ein Sammelplatz für Gothics und Cosplayer sein, wobei da der Übergang aber fliessend sind oder einfach für mich unmöglich zu unterscheiden. Das Nachwuchsbands wie auch in Shinjuku und Akihabara auf dem Platz auftreten, braucht man nicht extra nochn zu erwähnen.

Ist das nun Cosplay, Gothic oder einfach nur Bayern?

Mittwoch, 27. August 2008

Bordstein-Ikonographie

Aus irgendeinem Grund gibt es in Kanda (zumindest habe ich dies nur dort entdeckt) am Bordstein eine Art Klassifizierung der Strassen nach der Ausrichtung der Geschäfte dort mittels grosser Steine. Das hier beispielweise in der Strasse voller Sportgeschäfte:

Was allerdings, diese Ikonografie bedeuten soll? Ich habe keine Ahnung.

Freitag, 15. August 2008

Statistik: Japan-Reise 2008

Seit Monaten habe ich ja vor, mal auszurechnen, ob sich der Japan Rail Pass für 14 Tage (45100 Yen) gerechnet hat.

Dazu hier mal eine Aufstellung, die ganzen kurzen Fahrten im Osaka Loop habe ich weggelassen.

Kyoto -> Kanazawa (224km in 2.13h) -> 6200 Yen
Kanazawa -> Ueno (517km in 8.01h) -> 17.110 Yen
Ueno -> Nikko (146.6km in 1.46h) -> 5230 Yen
Nikko -> Ueno (146.6km in 1.46h) -> 5230 Yen
Ueno -> Shinjuku (11km in 22min) -> 190 Yen
Yokohama -> Kamakura (24km in 22min) -> 330 Yen
Kamakura -> Yokohama (24km in 22min) -> 330 Yen
Shin Yokohama -> Hiroshima (865km in 3.36h) -> 17230 Yen
Hiroshima -> Hakata (280km in 1.12h) -> 8190 Yen
Hakata -> Hiroshima (280km in 1.12h) -> 8190 Yen
Hiroshima -> Osaka/Tennoji (356km in 2.11h) -> 9750 Yen
Osaka/Tennoji -> Himeji (106km in 1.12h) 3610 Yen
Himeji -> Osaka/Tennoji (106km in 1.12h) 3610 Yen
Osaka/Bentencho -> Kansai Airport (54km in 1.22h) 1390 Yen

Summa Summarum macht das zusammen 3140,2 Kilometer für 86590 Yen (wenn ich die Fahrten jeweils einzeln bezahlt hätte). Der 14 Tage Japan Rail Pass kostet 45100 Yen. Das ist ne gute Quote, denke ich. Und da wäre noch Spiel drin, denn ich bin ja einige Tage am Ende so gut wie nicht mehr aus Osaka raus gefahren.

Die Investition hat sich gelohnt, würde ich sagen.

PS: Wenn man seinen Railway Pass abholt, sollte man auf jeden Fall auch einen Shinkansen Guide einpacken, da sind alle Shinkansen-Linien mit allen Haltestellen und die Nachzüge verzeichnet. Wer nicht im Vorraus alle Bahnverbindungen des Urlaubs fest planen will, sondern auch mal kurzfristig früher oder später fahren möchte, für den ist der Gold wert!