Freitag, 12. Dezember 2008

Lieber einmal zu oft hingeschrieben

Drollig oder aber total notwendig für die Hafensicherheit ist diese Beschriftung der Hafenmauer in Fukuoka:

入口 heisst Eingang.

Aber wer weiss schon, wieviele da schon daneben gebrettert sind und ihren Schoner zu Klump gefahren haben.

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Yakidate (焼きたて)

Yakidate (焼きたて) heisst frisch gebacken und könnte auch mit einem Kuchennamen verwechselt werden, wenn man nicht genau hinschaut. Zumindest hab ich es glaubbich geknippst, weil ich das dachte.


Viel bekannter ist das Wort eh, durch den Manga und Anime Yakitate!! Japan (焼きたて!! ジャぱん).


Hier die Cosplay-Version von SpookyElectric:
http://epii.info/anime/

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Üben am Schild

Okay, man kann sich als Tourist in Japan auch gänzlich ohne Japanischkenntnisse gut durchschlagen. Evtl. hilft ein "tsss " und "heeee" im richtigen Moment aus der Patsche. Aber richtig aufgeschmissen ist man nicht.
Aber mit ein paar Jahren Japanisch-Unterricht auf dem Buckel nimmt man zwangsläufig die Umwelt, gerade die Schilderwelt, anders wahr und verharrt oft einen Moment, um ein Schild zu lesen. Und wenn man durch ist und es ganz entziffern konnte, klopft man sich selber auf die Schulter und sagt sich : heute abend hast du dir ne extra Büchse Asahi verdient!
Hier ein Beispiel aus Fukuoka auf meinem Fussmarsch am Strand.

Das Schild besagt:
"An die Benutzer des Parks am Meer.
1. Im Park sind folgende Punkte verboten:
- Camping, Grillen, Feuerwerke, Müllwegwerfen, Golf etc.
- Motoradfahren, Radfahren und Warenverkauf
- Benutzung von Jet-Ski und Motorboat
2. Für die Badende: um Unfälle zu vermeiden, bleiben Sie bitte nur 10 Minuten im Wasser.
Der Park gehört uns allen. Lasst uns die Manieren behalten.
Parkverwaltung"
Wer jetzt mit was lustigem gerechnet hat, den muss ich enttäuschen, das war hier ja nur ein Beispiel. Vielleicht könnte man lustig finden, dass das Schild gleichzeitig BBQ und Jetski verbietet. Wo bekommt man schon mal Verbotschilder mit einem derartig weitem Streungsgrad?
Am Abend dieses Schildes gabs dann auch die versprochene Dose Asahi bei den Yatai-Buden, die sogar gestern abend in einer Dokumentation auf Phoenix erwähnt wurden.
Aber als kleine Vorfreude für die Anhänger des lustigen Schildes: demnächst mehr hierzu!

Dienstag, 9. Dezember 2008

Feuerschaden (火難)

Der Juntei-kannon-do(准胝観音堂), ein Teil des Daigoji(醍醐寺) in Kyoto, ist am 23.August nach Blitzeinschlag abgebrannt. Es war zwar nicht mehr das Original von 866 sondern nur der Nachbau von 1968, aber es ist trotzdem sehr ärgerlich für die Tempel-Anlage, die seit 1994 zur Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gehört.

Da die Tempel in einem bergigen Gebiet in Süd-Kyoto in einem Satelliten-Funkloch liegt, kam jede Hilfe zu spät. Inwieweit die Feuerwehr bei einem Brand von einem Holztempel überhaupt noch was retten kann, lasse ich hier mal offen.

Quelle:
Blog Nipon: Lightening, blaze claim temple hall in Kyoto

Montag, 8. Dezember 2008

Robo-Koch

Ich fand ja bei meinem Besuch in des Okonomiyaki-Ladens in Hiroshima, dass die Köchin an der Kochplatte, den ganz besonderen Flair des Ladens ausgemacht hat (natürlich in Teamarbeit mit den angetrunkenen Baseball-Fans!).
Das könnte demnächst Geschichte sein, wenn diese kleinen Lokale mit einem strombetriebenen Koch ausgerüstet werden:

Der Motoman SDA10, ein Industrie-Roboter der Firma Yaskawa Electric, demonstrierte auf der Next-Generation Robot-Fair (国際次世代ロボットフェア)in Osaka seine Fähigkeiten als Okonomiyaki-Koch.

Im internationalen Vergleich hat Japan die meisten Roboter pro menschlichen Arbeiter im Einsatz, im Jahre 2006 kamen auf 10.000 menschliche Arbeiter bereits 295 Roboter.
Aber zum Glück hat sich der Einsatz als Koch noch nicht durchgesetzt.
Golem: "Die wichtigsten Arbeiten, die die Roboter verrichten müssen, sind die Handhabung von Materialien und die Steuerung von Prozessen (35,4 Prozent), Schweißen (28,9 Prozent) und Montage (13 Prozent)."

Aber Roboter haben schon ihre Vorteile. Hierzu eine lustige Clip-Sammlung von Nanyo:


Quellen:

Yaskawa.co.jp: Motoman SDA10 - Main features

Motoman industrial robot cooks okonomiyaki

GOLEM: Die Maschinen kommen:
In Japan wird alle 15 Minuten ein Roboter in Betrieb genommen

Sonntag, 7. Dezember 2008

Konkurrenzkampf (場所取り)

Noch ein Eintrag, der ewig hier als Entwurf rumlag, da ich nicht wusste, was damit anzufangen ist. Aber ich habe gestern Keiko gefragt; zur Sicherheit, damit ich nicht völlig falsch liege. Ursprünglich war der Name auch "Nochmal Strassenstrich".

Diese Dame in Hiroshima ist eine Kollegin von der häufig den Verkehr einwinkenden Verkehrspolizei. Ob Sie allerdings bei der Polizei angestellt ist, halte ich für fraglich. Auf jeden Fall stand sie an dieser Strassenecke und hat den Verkehr eingewunken und die Fussgänger über die Strase gelotst.

Den Aufzug die jungen Lotsin erkläre ich mir so, dass in Hiroshima einzelne Strassenecken und Übergänge in einem Konkurenz-Verhältnis zueinander stehen, wer die meisten Fussgänger über die Strasse schafft. Um in diesem harten Konkurenzkampf zu bestehen, versucht diese Lotsin es über die "MOE"-Schiene.

Naja, ich bin über diesen Zebrastreifen rübergegangen.