Donnerstag, 1. Januar 2009

Stink-Maps (臭いマップ)

Hhm, Googlemaps-Mashups gibts ja viele, am prominentesten durch die deutsche Presse ging ja Rotten Neighbor, wo User gehassten Nachbarn oder die miesesten Immobilien und ähnliches eintragen können.
Ein ähnliches Mashup gibts für Nasennebenhöhlen. Nioibu gibt Auskunft über die stinkigsten Stellen auf der Welt, bzw. die Orte, an denen es den Nutzers am meisten gestunken hat. Europa ist allerdings noch fast frei, wenn der normale Japaner seinen Europa-Urlaub in 7 Tagen durchzieht, hat er wohl keine Zeit zwischendrin mal zu schnuppern...

Hier die Ansicht von Tokyo und mir fällt gerade auf, dass die Marathon-Strecke ziemlich genau bei den geballten Stinke-Marker abgehalten wird.
Na gut, dass der Tokyo Marathon nicht der Marathon mit der besten Luftqualität wird, war mir ja vorher schon klar irgendwie.


JAPANPROBE: Japanese site tracks stinky areas using Google Maps

Dienstag, 30. Dezember 2008

Der letzte Post des Jahres

Als letztes Beitrag des Jahres nun dieses hier:


Warum? Passt hierher!
Wozu? Naja, keine Ahnung!
Nahrhaft? Wohl eher nicht, dafür aber kuschelig.

Woher? Hier von Oneinchpunch: Knitted Sushi

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Reiskreise

Tja, gerade habe ich noch das Himeji-Reisbild hervorgehoben und schon verblasst es im Grunde neben der Konkurenz von "sehr geil" zu "auch gut". Das Stecken der Reissaat zu Motiven ist anscheinend sehr weit verbreitet und beliebt. Ich stiess auf diese weiteren Beispiele:

Yonezawa(米沢市) in der Yamagata Prefäktur(山形県):

Und zweimal Inakadate(田舎館村)in der Prefäktur Aomori(青森県), die regelmässig seit 1993 Reis-Kunst setzen:


Hier in Inakadate gabs aber auch schon mal Ärger. Zwar kamen 240.000 Besucher, um sich das Reis-Kunstwerk anzusehen, aber der Missbrauch des Kunstwerk zu kommerziellen Werbezwecken stiess der Stadtverwaltung so übel auf, dass sie das Logo wieder rausrumpfen liessen:



Quellen:
PINKTENTACLE: JAL logo uprooted from rice paddy art
PINKTENTACLE: Rice paddy art in Yamagata
Galerie Reisbilder Inakadate
THE JAPAN TIMES: Homegrown art

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Ein Schloss im Reis (稲田城)

Wenn man keine Touristen-Attraktionen hat, baut man sich halt selber Eine. Oder man pflanzt sich Eine. Das dachten sich die Leute in Yumesaki in der Präfektur Hyogo und pflanzten sich das Schloss Himeji(姫路城) ins Reisfeld, was sich jetzt seltsam liest aber bestimmt eine Heiden-Arbeit war. 1100 Beteilige ackerten sich im Frühling die Finger wund bis im September die Schloß-Ansicht rausgewachsen war.

Um diese Sicht auf das Reisfeld von einer Seilbahn aus zu schaffen uns somit Touristen anzulocken, wurde akribisch vorrausgeplant. Aber anders wäre man hier auch nicht zum Ziel gekommen.

Zuerst das Steckmuster entwerfen


dann die Pflanzerinnen aufs Schlachtfeld schicken:

und mit verschieden farbigen Reis-Zöglingen nur noch Stecken-nach-Zahlen.

Ich könnte mir auch gut einen Beitrag der "Sendung mit der Maus" hierzu vorstellen.

Quelle:
LETSJAPAN: Famous Castle in Rice Paddy

Dienstag, 23. Dezember 2008

USB (甘い)

Jetzt zu Weihnachten noch mal kurz eine schöne Geschenk-Idee für den Geniesser: der USB-Stick wie aus der Garküche. Keine schlechte Idee, wer bislang immer einen Shrimp in der Tasche dabei hatte für Notfälle, kann jetzt unauffällig noch Daten befördern. Ich frage mich allerdings, ob so ein Stick in die USA exportiert werden dürfte. Dort ist ja die Einfuhr des deutschen Überraschungseies verboten, weil in den USA Spielzeug und Nahrungsmittel nicht im Set verkauft werden dürfen oder so. Wie sieht es aber mit Speichermedien und fake-fritiertes Pseudo-Essen?




Quelle:
Foodisk
Sortiment bei Amazon.co.uk

Geschichte des Prinzen Genji (源氏物語)

Das japanische Gegenstück zur Nibelungen-Sage ist die Geschichte des Prinzen Genji (源氏物語). Das Werk gilt als der erste psychologische Roman der japanischen Literaturgeschichte und wird im allgemeinen der Hofdame Murasaki Shikibu (ca. 978–ca. 1014) zugeschrieben.


Im Gegensatz zur Nibelungen-Sage gibts hier aber weniger Drachen und Tronjes.


Die Handlung folgt den Erlebnissen des Prinzen Genji, der am Hofe dem Lasterleben frönt und auch die Konkurbinen nicht unbeachtet lässt. Das ändert sich aber, als durch einen Machtwechsel im Kaiserhaus sein Familienzweig in die Verbannung geht.
Der Hörbuch-Version des 1000 Seiten Schmöckers haben einige Roboterbauer aus Kyoto einen Roboter entworfen, der das komplette Werk als MP3 über einen MP3-Player ausgibt und dazu passende Bewegungen auf dem Tisch vollführt.

Der Roboter trägt die Tracht der vermutlichen Autorin Lady Murasaki.


Vom Original-Text bis zum eigenen MP3-Roboter ist es ein weiter Weg.


Den Haken zu den Reisefotos schlage ich jetzt über diese Seite, die die Orte der Handlung (soweit nach 1000 Jahren noch vorhanden!) in ausführlichen Galerien würdigt:
Travel Guide to the World of Genji

Hier als Beispiele der Iwashimizu Hachiman-gu Schrein:

Und der Fluß Ritsu hinter den Grabstätten von Go-Toba and Juntoku:




Quelle:
Murasaki-bot recounts the world's (much debated) oldest novel
WIKI: Genji Monogatari