Montag, 12. Januar 2009

Shinkansen Nummer 0 (新幹線0系電車)

Hier einen für die Trainspotter:
Nachdem letztens schon der Mummins-Zug aus dem Verkehr genommen wurde, wegen Überalterung der Techniker und der Ersatzteile, ist nun auch der letzte Shinkansen der allerersten "0 Series(新幹線0系電車)" in Rente gegangen.

In Betrieb genommen 1964 und im Einsatz auf der Tōkaidō(東海道)-Strecke, quasi DER japanischen Fernstraße überhaupt, als Handelsstraße seit dem 7.Jahrhundert bekannt und in der Tokugawa-Zeit (1603-1867) ausgebaut, verläuft sie quer durch Japan von Ost nach West, naja von Kyoto über Nagoya nach Tokyo. Tōkaidō heisst östlicher Seeweg.
Aber vermulich lief dieser Großvater der Shinkansen besser als der durchschnittliche Regional-Express in Kölner Raum, in denen andauernd die Türen defekt sind.

Quelle:
Japanprobe:JR retires original bullet trains

Samstag, 10. Januar 2009

Käse in Refigita mit Morning Musume(モーニング娘)

Morning Musume(モーニング娘) ist eine japanische Girlgroup, ah nee, genauer gesagt "...ein 1997 gegründetes japanisches J-Pop-Girl-Unternehmen mit ständig wechselnder Besetzung. Die Gruppe ist eine der beliebtesten Japans, ihre Songs zeichnen sich durch fröhliche Melodien aus."

Also eine sich selber fressende Popstar-Casting-Show irgendwie, man braucht nicht mal jedesmal einen neuen Namen pro Gruppe erfinden, denn "..Die regelmäßig neu hinzu kommenden Mädchen sind meist nicht älter als 15 Jahre und werden in der Castingshow „Asayan“ ausgewählt. Da jedes Jahr neue Castings stattfinden, werden die jeweiligen Gruppenzusammensetzungen in jährliche „Generationen“ eingeteilt."

Soweit so gut. Dass es in japanischen Fernseh-Shows nicht gerade selten ist, dass man sich bis auf die Knochen blamiert, ist auch nicht neu. Da machen auch die Stars nicht halt. Ob Mitglieder von Morning Musume jetzt B-,C- oder Z-Prominenz ist, dazu fehlt mir doch das Fachwissen, aber lustig ist es aber auf jeden Fall.
Hier die Gruppe in einem gestellten Englisch-Unterricht. Es wird eine englische Vokabel vorgestellt, hier "Shock" und dann muss jemand eine Anekdote dazu erzählen und vor der Klasse dann das ganze auf Englisch wiederholen.
Sehr geil der Gaijin-Lehrer, der zwischendrin mal nicht mehr kann vor Lachen, so ausdauernd scheitert die Dame am Kühlschrank.

Fazit: Brüller!

Wer sich genauer über Morning Musume informieren möchte, hier der Wiki Link:
Wiki: Morning Musume

Freitag, 9. Januar 2009

Wie man sich bettet

Futon (布団) ist das japanische Wort für Decke, aus sehr viel mehr besteht das klassische japanische Bett nun auch nicht. Es wird nur noch eine Art Matte untergelegt, die Shikibuton (敷布団) genannt wird. Da die Böden japanischer Zimmer wesentlich weicher waren/sind (Tatami-Matten), war/ist kein Gestell wie in der westlichen Welt notwendig. Daher ist das Shikibuton viel dünner als eine Matratze.
Das Futon ist allerdings sehr viel dicker und massiver als eine deutsche Zudecke, selbst ein richtiges Federbett ist kein adequater Vergleich.

Vermutlich gleicht das die in Japan so gut wie unbekannte Zentralheizung oder die Doppelverglasung wieder aus. Man muss sich also mit so einem Futon auch an die Strassenecke legen können.
Normalerweise wird so ein japanisches Bett beim klassischen "Bettenmachen" auch komplett in einen Wandschrank gepackt und sehr oft gelüftet, was in Ländern mit so hoher Luftfeuchtigkeit auch notwendig ist.
Man schläft übrigens sehr gut und vermisst sein Bett Zuhause nicht im geringsten.

Hopfen, Malz und Kakao

Hey, letztens erst das Aktions-Bier mit Fisch-Aroma und direkt nach Jahreswechsel eins mit Schokolade. Nach Japans beliebtester Geschmacksrichtung nun also die Nummer 2 als in der Bierversion. Die Brauerrei Sapporo bietet vom 13. Januar bis zum 23.Februar eine Bestellmöglichkeit für dieses extreme Geschmackserlebnis.

Wenn ich nach Japan komme im März schon wieder vom Markt verschwunden...
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es wirklich bedauern sollte.

Quelle:
Japanmarketingnews: New chocolate beer to debut in Japan

Freitag, 2. Januar 2009

Touristen sind Schweine

In Japan, dem Land des freundlichen Umgangs miteinander, scheinen die Touristen in letzter Zeit es arg zu übertreiben.
Der König der unliebsamen Touristen erzürnte ja im Oktober erst die Gemüter als er seinen nackten Hintern im Kaiserpalast-Graben badete und stundenlang mit der Polizei stritt und wieder ins Wasser sprang. Ich berichtete hier davon.
Ende November gabs schon wieder Ärger mit dem verdammten Gaijin-Pack. Der berühmte Fischmarkt Tsukiji, der in wirklich jedem Reiseführer zu Tokyo erwähnt wird, ist genervt von den vielen störenden Touristen, die die Fischauktionen behindern.
Zur Weihnachts- und Neujahrszeit sollte daher der Markt für Touristen gesperrt werden. Man kann ja dazu stehen wie man will, aber eines der Videos aus dem japanischen Fernsehen ist echt unglaublich, bzw. das Verhalten einiger Touris dort. Der Markt ist nun keine eigens für den Fremdenverkehr abgehaltenen Veranstaltung oder Themenpark, sondern ein normales Stück lokaler Infrastruktur, die freundlicherweise die Gäste aus dem Ausland zukucken lässt. Bin mal gespannt, ob nach den Feiertagen der Tsukukiji wieder komplett die Pforten öffnet oder diese dauerhaft geschlossen bleiben. Hier das oben erähnte Video mit einem ganz famosen Assi-Touristen:

Douche
Hochgeladen von PFKTE2


Und jetzt ganz frisch fangen die Geisha an. Die Geisha im Gion-Distrikt in Kyoto haben es satt, auf Schritt und Tritt forgrafiert zu werden oder ihren Fussweg dauernd für Gruppenfotos unterbrechen zu müssen. Dieses Generve sind sie aber teilweise selber schuld, sind doch Geisha-Bilder auf wirklich JEDEM Kyoto-Flyer und Touristen-Poster vertreten und mit diesen Bildern wird Kyoto ja gerade von den Molochen Tokyo und Osaka abgegrenzt. Überrascht nicht wirklich, dass nun auch jeder dort hinrennt. Und dieses Bild beweist: Ja, auch ich habe mal welche geknippst.

Aber es scheint mir, dass inzwischen auch das Ballermann-Klientel Japan für sich entdeckt hat. Man erkennt sie zwar nicht alle so schnell wie ihren nackten König aber sie sind da.
Mach Dich auf was gefasst, Japan, wenn erstmal die Eimer ausgepackt werden.

Quellen:
Japanprobe: Foreign tourists annoy Geisha in Kyoto

Japanprobe: Outrageously rude foreign tourists at Tsukiji fish market

Donnerstag, 1. Januar 2009

Stink-Maps (臭いマップ)

Hhm, Googlemaps-Mashups gibts ja viele, am prominentesten durch die deutsche Presse ging ja Rotten Neighbor, wo User gehassten Nachbarn oder die miesesten Immobilien und ähnliches eintragen können.
Ein ähnliches Mashup gibts für Nasennebenhöhlen. Nioibu gibt Auskunft über die stinkigsten Stellen auf der Welt, bzw. die Orte, an denen es den Nutzers am meisten gestunken hat. Europa ist allerdings noch fast frei, wenn der normale Japaner seinen Europa-Urlaub in 7 Tagen durchzieht, hat er wohl keine Zeit zwischendrin mal zu schnuppern...

Hier die Ansicht von Tokyo und mir fällt gerade auf, dass die Marathon-Strecke ziemlich genau bei den geballten Stinke-Marker abgehalten wird.
Na gut, dass der Tokyo Marathon nicht der Marathon mit der besten Luftqualität wird, war mir ja vorher schon klar irgendwie.


JAPANPROBE: Japanese site tracks stinky areas using Google Maps